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Grüne sagen politischen Aschermittwoch in Biberach ab

Wegen massiver Proteste unter anderem von Landwirten haben die Grünen in Baden-Württemberg ihre Veranstaltung zum politischen Aschermittwoch abgesagt. Der Grund: Sicherheitsbedenken.

Proteste im Vorfeld des politischen Aschermittwochs der Grünen vor der Stadthalle in Biberach.
Foto: David Nau/dpa

Die Grünen haben ihre politische Aschermittwoch-Veranstaltung in Biberach, Baden-Württemberg, abgesagt. Der Vorsitzende des Kreisverbands Biberach, Michael Gross, nannte aggressive Stimmungen bei Demonstrationen im Umfeld als Grund.

Vor der Veranstaltung gab es umfangreiche Proteste und Blockaden, einschließlich von Landwirten. Laut dem Landesbauernverband in Baden-Württemberg hat er weder zu den Protesten aufgerufen noch diese im Voraus unterstützt.

Seit dem Morgen hatten Bauern in Biberach demonstriert und den Verkehr blockiert. Auf den Zufahrtsstraßen zur Stadthalle befanden sich viele Traktoren. Vor der Halle wurde eine große Menge Mist abgeladen. Man konnte lautes Hupen und Musik hören.

Polizei im Einsatz

Bei den Protesten ereignete sich auch ein Vorfall, bei dem die Polizei Pfefferspray gegen die Demonstranten einsetzte, um den Weg für zwei Fahrzeuge zu räumen. Die beiden Fahrzeuge fuhren anschließend von der Stadthalle weg. An einem der Fahrzeuge war eine Scheibe eingeschlagen. Vorher hatten die Protestierenden die Straße mit Pflastersteinen und Sandsäcken blockiert.

Laut Karl Endriß, dem Vorstand des Kreisbauernverbands, ist es unmöglich, die Stadthalle zu erreichen, da dort überall Demonstranten stehen. Endriß zufolge wurden die Proteste von verschiedenen Gruppierungen organisiert. Unter den Demonstranten sind hauptsächlich Bauern, aber auch Fuhrunternehmer sind beteiligt.

Die Grünen versammeln sich seit langer Zeit in Biberach, wo in diesem Jahr erneut viele bekannte Persönlichkeiten aus der Bundespolitik erwartet wurden. Neben Landwirtschaftsminister Cem Özdemir, der als vielversprechender Kandidat für die Nachfolge von Ministerpräsident Winfried Kretschmann gilt, waren auch die Bundesvorsitzende Ricarda Lang und das Urgestein Jürgen Trittin als Redner vorgesehen. Kretschmann sollte ebenfalls anwesend sein.

dpa