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Grüne verlieren Wähler aus der politischen Mitte

Umfrage zeigt: Grüne nur noch bei 12% – niedrigster Wert seit 2018. SPD bei 16%, FDP knapp im Bundestag.

Können alles andere als zufrieden sein mit den aktuellen Umfragewerten: Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (l.) und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck.
Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

Laut einer aktuellen Forsa-Analyse haben die Grünen in letzter Zeit viele Wähler aus der politischen Mitte verloren, die sie während der Bundestagswahl 2021 gewonnen hatten.

Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts für das RTL/ntv-«Trendbarometer» würden die Grünen bei einer Bundestagswahl im April 2024 nur zwölf Prozent der abgegebenen Stimmen erhalten. Dies wäre der niedrigste Wert für die Partei seit Juni 2018.

Laut der Umfrage würde die SPD 16 Prozent erreichen, die FDP knapp mit fünf Prozent den Wiedereinzug in den Bundestag schaffen. 31 Prozent der Stimmen würden an CDU und CSU gehen, 17 Prozent an die AfD und fünf Prozent an das neue Bündnis von Sahra Wagenknecht. Forsa erklärte, dass für die Erhebung letzte Woche gut 2500 Menschen telefonisch befragt wurden.

Laut Umfrage zeigten tendenziell mehr Frauen und Menschen, die im Westen der Republik leben, Sympathie für die Grünen. Bei jungen Wählerinnen und Wählern konnte die Partei daher eher punkten als bei den Älteren.

Beamte würden Grüne dreimal häufiger wählen als Arbeiter

Unter denjenigen, die jetzt ihr Kreuz bei den Grünen machen würden, waren den Angaben zufolge überdurchschnittlich viele Menschen mit höheren Einkommen. Beamte würden die Grünen dreimal häufiger wählen als Arbeiter und Selbstständige. Und: Von denjenigen, die sich selbst in der politischen Mitte verorten, bekannten sich lediglich sechs Prozent zu den Grünen. Bei den Wählern, die sich im linken Spektrum verorten, käme die Partei aktuell auf 26 Prozent. Zu den Faktoren, die diese weitgehende Reduzierung auf die Kernklientel bewirkt hätten, gehörten die «kontroversen Diskussionen über die Energiepolitik der Bundesregierung», hieß es in der Analyse.

„Wahlumfragen sind grundsätzlich immer mit Unsicherheiten verbunden. Unter anderem machen nachlassende Parteibindungen und zunehmend kurzfristige Wahlentscheidungen es den Meinungsforschungsinstituten schwer, die erhobenen Daten zu gewichten.“

dpa