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Prorussische Hacker legen Deutsches Vergabeportal lahm

Cyberattacke verursacht eine Woche Ausfall – Sicherheitsexperten machen Hackergruppe verantwortlich.

Prorussische Hacker haben nach einem Bericht der «Süddeutschen Zeitung» die Webseite des Deutschen Vergabeportals in die Knie gezwungen. (Symbolbild)
Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Prorussische Hacker haben nach einem Bericht der «Süddeutschen Zeitung» die Webseite des Deutschen Vergabeportals des Bundes in die Knie gezwungen. Durch die Cyberattacke war diese wichtige Schnittstelle zwischen Staat und Wirtschaft fast eine Woche lang nicht erreichbar. Am Dienstagnachmittag war das Portal wieder online. 

Nach dem Bericht der «SZ» machen Sicherheitsexperten die prorussische Hackergruppe «NoName057(16)» für die Störung verantwortlich. Die Gang hatte sich zuvor bereits mit Cyberangriffen auf kritische Infrastruktur, Behörden und Unternehmen in westlichen Ländern einen Namen gemacht.

Datenflut legt Server lahm

Es handelte sich bei den jüngsten Angriffen auf das Vergabeportal und andere Webseiten der öffentlichen Verwaltung in den vergangenen Tagen um sogenannte DDoS-Attacken. Die Angreifer überfluten die Webseiten der Opfer mit so vielen Zugriffen von gekaperten Rechnern aus, dass die Server der Last nicht standhalten und zusammenbrechen.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik bestätigte der Deutschen Presse-Agentur den Vorfall. Es sei über den IT-Sicherheitsvorfall informiert worden.

Zentrale digitale Vergabeplattform

Das Deutsche Vergabeportal (dtvp.de) ist eine zentrale deutschlandweite digitale Vergabeplattform für öffentliche Auftraggeber und Unternehmen. Das Portal wird hauptsächlich für die elektronische Kommunikation genutzt, beispielsweise für die Übermittlung von Fragen und Antworten sowie die Abgabe elektronischer Angebote bei öffentlichen Ausschreibungen.

Die Hackergruppe soll laut deutschen Sicherheitskreisen ihre Angriffe aufgrund der Lieferung von Patriot-Abwehrsystemen an die Ukraine gestartet haben. Die Hacker haben entsprechende Hinweise hinterlassen.

dpa