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US-Republikanerin Haley gewinnt zweite Vorwahl gegen Trump

Trump legt bei den Vorwahlen der Republikaner einen Sieg nach dem anderen hin. Seiner letzten verbliebenen Konkurrentin gelingt nun ein weiterer Mini-Erfolg – in einem sonst eher chancenlosen Duell.

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Foto: ---/dpa-Infografik/dpa

Nikki Haley hat bei den US-Präsidentschaftsvorwahlen der Republikaner in Vermont einen weiteren Sieg gegen Ex-Präsident Donald Trump errungen. Trotz dieses symbolischen Erfolgs ändert sich nichts an der klaren Dominanz von Trump in dem Rennen. Trump zeigte erneut seine Stärke bei den anderen Abstimmungen am sogenannten Super Tuesday mit Vorwahlen in mehr als einem Dutzend Bundesstaaten und fuhr einen Sieg nach dem anderen ein.

Haley profitierte in Vermont davon, dass es dort eine «offene» Vorwahl gab – das heißt, Wähler mussten nicht für die Republikanische Partei registriert sein, um abzustimmen. In dem kleinen Bundesstaat im Nordosten der USA mit nicht mal 650.000 Einwohnern waren nur 17 Delegiertenstimmen für den Nominierungsparteitag zu vergeben, bei dem die Republikaner Mitte Juli in Milwaukee ihren Kandidaten für die Präsidentschaftswahl Anfang November küren wollen. Das heißt, am Kräfteverhältnis zwischen Haley und Trump in den republikanischen Vorwahlen ändert sich durch das Ergebnis nicht wirklich etwas. Trump liegt nach diversen Vorwahl-Siegen bei der Delegiertenzahl weit in Führung.

Parteiinterne Vorwahlen

Um Präsidentschaftskandidat in den USA zu werden, muss man zuerst in den parteiinternen Vorwahlen erfolgreich sein. Die Abstimmungsprozesse der Vorwahlen sind kompliziert und variieren von Staat zu Staat. Beim Nominierungsparteitag der Republikaner in Milwaukee, Wisconsin, im Sommer nehmen 2429 Delegierte teil. Um zu gewinnen, benötigt ein Kandidat mindestens 1215 Delegierte.

Am Sonntag erzielte Haley im Vorwahl-Duell gegen Trump ihren ersten Wahlsieg und gewann die parteiinterne Abstimmung im Hauptstadtdistrikt Washington. Damit beendete sie Trumps Siegesserie, der zuvor alle parteiinternen Vorwahlen mühelos gewonnen hatte. Trotzdem bleibt er der klare Favorit bei den weiteren Abstimmungen.

Trump hat großen Rückhalt in der Parteibasis

Trotz verschiedener Skandale, Eskapaden und einer chaotischen Amtszeit als Präsident hat der 77-Jährige großen Rückhalt in der Parteibasis. Auch juristische Probleme im Wahljahr – vier Anklagen in Strafverfahren und empfindliche Schadenersatzzahlungen in Zivilverfahren – haben Trump bislang politisch nicht geschadet.

Es bleibt unklar, wie lange Haley noch im Rennen bleiben wird, da ihr keine realistischen Chancen mehr eingeräumt werden, Trump zu schlagen. Selbst in ihrem Heimatstaat South Carolina, wo Haley einst Gouverneurin war, hatte Trump Ende Februar mit großem Abstand gewonnen. Anhänger des ehemaligen Präsidenten fordern seit Wochen die 52-Jährige auf, aufzugeben und den Weg für Trump freizumachen.

dpa