Der terroristische Überfall auf Israel am 7. Oktober gilt als schlimmstes Blutbad an Zivilisten in der Geschichte des Landes. Nun hat die Hamas einen Bericht über ihre Lesart der Vorfälle vorgelegt.
Hamas behauptet zu Massaker: Ziel waren nur Soldaten

Die Hamas, eine islamistische Palästinenserorganisation, hat einen 16-seitigen Bericht vorgelegt, in dem sie versucht, das Massaker im israelischen Grenzgebiet am 7. Oktober zu rechtfertigen.
Der Angriff Tausender Terroristen auf Israel wird in dem am Sonntagabend veröffentlichten Bericht als «notwendiger Schritt und normale Reaktion, um sich allen israelischen Verschwörungen gegen das palästinensische Volk und seine Sache zu widersetzen» beschrieben. Obwohl die überwiegende Mehrheit der rund 1200 Todesopfer Zivilisten waren, behauptet die Terrororganisation, Ziel des Angriffs seien allein israelische Soldaten gewesen.
Hamas betont religiöse und moralische Verpflichtung
«Schaden an Zivilisten – vor allem Kinder, Frauen und älteren Menschen – zu vermeiden ist eine religiöse und moralische Verpflichtung aller Kämpfer der Al-Aksa-Brigaden (des bewaffneten Hamas-Arms)», hieß es in dem Bericht. Unter den am 7. Oktober Getöteten sowie mehr als 250 in den Gazastreifen verschleppten Menschen waren jedoch viele Kinder, Frauen und ältere Menschen.
Laut der Hamas geschahen mögliche Tötungen von Zivilisten versehentlich während des Kampfes mit israelischen Truppen. Allerdings zeigen Videoaufnahmen von Bodycams der Terroristen gezielte Gräueltaten an Zivilisten.
In dem Bericht hieß es weiter, möglicherweise seien während des massiven Angriffs auf die Grenzorte «Fehler» passiert. Die Hamas erklärte dies jedoch mit «dem raschen Zusammenbruch des israelischen Sicherheits- und Militärsystems und dem in den Grenzorten zum Gazastreifen verursachten Chaos». Die Hamas behauptete weiterhin, viele Israelis seien von der eigenen Seite getötet worden.
Gemäß Zeugenaussagen wurde in einem Fall am 7. Oktober im Kibbuz Beeri ein israelischer Panzer auf ein Haus abgefeuert, in dem sich auch zahlreiche Terroristen aufgehalten hatten. Israelische Medien berichteten, dass dabei etwa ein Dutzend israelische Geiseln getötet wurden. Die Armee beabsichtigt, dies erst nach dem Krieg zu untersuchen.
Trotz vieler Beweise lehnte die Hamas ab, dass Terroristen massive sexuelle Gewalt gegen Frauen und Männer angewendet hatten und dass Menschen verstümmelt wurden.
«Akt der Verteidigung»
Die Hamas beschrieb das Massaker am 7. Oktober als «Akt der Verteidigung, um die israelische Besatzung loszuwerden, auf dem Weg zu Befreiung und Unabhängigkeit, wie alle Völker auf der Welt». Allerdings lehnt die militant-islamistische Organisation eine Zweistaatenlösung ab, wonach ein unabhängiger Palästinenserstaat friedlich an der Seite Israels existieren soll. Die Hamas strebt stattdessen die Zerstörung Israels an.








