Hamas ist offen für Diskussionen zur Beendigung der Aggression Israels und plant Treffen in Kairo zur Besprechung des Pariser Entwurfs.
Hamas prüft Entwurf für Geisel-Häftling-Austausch mit Israel

Laut Ismail Hanija, dem Anführer der Hamas, prüft die Organisation einen Entwurf für eine Vereinbarung mit Israel. Diese Vereinbarung soll zu einem Austausch von Geiseln gegen Häftlinge führen und außerdem eine längere Feuerpause im Gaza-Krieg ermöglichen. Die Aussagen Hanijas wurden von der islamistischen Gruppe auf ihrem Telegram-Kanal verbreitet.
Demnach ist die Hamas offen für Diskussionen, vorausgesetzt diese führten zu einer «Beendigung der Aggression (Israels)». Ägypten habe die Hamas-Führung außerdem in die Hauptstadt Kairo eingeladen, um die Rahmenbedingungen des Pariser Entwurfs zu besprechen.
Die «New York Times» hatte am Wochenende unter Berufung auf US-Regierungskreise berichtet, US-Verhandler hätten einen Entwurf auf Grundlage von Vorschlägen Israels und der Hamas ausgearbeitet. Der Deal könnte demnach vorsehen, dass die Hamas mehr als 100 Geiseln freilässt und Israel dafür seinen Militäreinsatz im Gazastreifen für etwa zwei Monate aussetzt.
So könnte es ablaufen
Es wurde angegeben, dass in einer ersten Phase die Kämpfe für 30 Tage ausgesetzt werden sollten. Während dieser Zeit sollte die Hamas weibliche, ältere und verletzte Geiseln freilassen. Gleichzeitig sollten beide Seiten über eine zweite Phase verhandeln, in der israelische Männer und Soldaten, die als Geiseln genommen wurden, im Austausch für weitere 30 Tage Feuerpause freigelassen würden.
Es wurde weiterhin betont, dass die Anzahl der palästinensischen Häftlinge, die aus israelischer Haft entlassen werden sollen, ein Problem ist, das gelöst werden kann. Darüber hinaus soll mehr Hilfe für die bedürftige Bevölkerung im Gazastreifen bereitgestellt werden.
Am 7. Oktober hat die Hamas etwa 240 Geiseln in den Gazastreifen entführt, während ihres brutalen Angriffs auf Israel. Etwa 1200 Menschen wurden bei dem Massaker getötet. Israel setzt seitdem eine umfangreiche Boden- und Luftoffensive gegen die Hamas im Gazastreifen ein. Es wird geschätzt, dass sich noch etwas mehr als 130 Menschen in der Gewalt der Islamisten befinden.








