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Verhandlungen über Waffenruhe in Gaza in «Krise»

USA zieht Angebote zurück, Hamas schlägt 42-tägige Feuerpause vor, Israel lehnt ab, Geiseln noch in Gefahr.

Trümmer und Ruinen auf einer Straße im Zentrum des Gazastreifens.
Foto: XinHua/dpa

Die Verhandlungen über eine neue Waffenruhe in Gaza und die Freilassung weiterer Geiseln stecken nach Darstellung der islamistischen Hamas in einer «Krise».

Das sagte ein ranghohes Hamas-Mitglied dem Nachrichtensender Al-Dschasira. Die USA, die zusammen mit Katar und Ägypten zwischen Israel und der Hamas vermitteln, würden «Partei für Israel ergreifen» und zuvor gemachte Angebote zurückziehen, hieß es. Die USA hätten einen Vorschlag gemacht, der die israelische Position komplett übernehme. Israel habe zuvor einen Vorschlag der Hamas abgelehnt.

Die israelische Zeitung «Haaretz» hatte zuletzt berichtet, dass die Hamas eine Freilassung von Geiseln aus Gaza im Gegenzug für palästinensische Häftlinge erst nach Ablauf einer 42-tägigen Feuerpause vorgeschlagen habe. Die Hamas hatte zuvor einen Vorschlag der USA abgelehnt, der die Freilassung von 40 Geiseln gegen 900 palästinensische Häftlinge während einer sechswöchigen Waffenruhe vorsah.

Beim Hamas-Massaker Anfang Oktober wurden etwa 250 Menschen in das Küstengebiet verschleppt. Einige von ihnen wurden nach Verhandlungen freigelassen. Israel ging bisher davon aus, dass von den verbleibenden rund 130 Geiseln fast 100 am Leben sind. Es besteht jedoch die Befürchtung, dass deutlich mehr von ihnen tot sein könnten. Israel strebt danach, die Option offen zu halten, die Kämpfe in Gaza nach einer Feuerpause fortzusetzen.

Am Dienstagabend verweilte eine hochrangige israelische Delegation für rund zwei Stunden zu Gesprächen in Kairo, laut Angaben aus dem Flughafenkreisen. Es gab keine Informationen über Fortschritte oder neue Vorschläge nach diesen Gesprächen.

dpa