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Heftige russische Angriffe in ukrainischer Ostfront

Nacht für Nacht beschießt Russland die Ukraine aus der Luft. Die Ukraine antwortet, so gut sie kann, mit Drohnen. Ziel der Angriffe diesmal: die von Moskau annektierte Halbinsel Krim.

Der ukrainische Generalstab spricht von mehr als 140 Gefechten an einem Tag. (Archiv-Foto)
Foto: Uncredited/Russian Defense Ministry Press Service/AP/dpa

Laut dem ukrainischen Generalstab gab es heftige russische Angriffe an der Front im Osten des Landes. In der Kleinstadt Torezk gab es allein 29 Sturmangriffe der Russen, wie aus dem Morgenbericht des Militärs hervorgeht. Besonders umkämpft ist das Dorf Nju-Jork. Gleitbomben wurden auch von Flugzeugen abgeworfen. Torezk und der zweite betroffene Frontabschnitt Pokrowsk liegen im Gebiet Donezk. Dort setzten die russischen Truppen ihren langsamen Vormarsch nach der Eroberung der Stadt Awdijiwka im Februar fort.

Die genauen Angaben zu einzelnen Gefechten in der Armee mögen nicht vollkommen verlässlich sein, dennoch geben die täglichen Statistiken einen Überblick über die Intensität und Schwerpunkte der Kämpfe. Laut dem Generalstab gab es seit Mittwochmorgen 144 Angriffsversuche der Russen. Gemäß einem inoffiziellen Bericht mussten die ukrainischen Truppen das Dorf Kaliniwka bei der Stadt Tschassiw Jar aufgeben.

Laut Angaben aus Kiew setzte Russland bei nächtlichen Luftangriffen 16 Kampfdrohnen und 3 Lenkraketen ein. Die ukrainische Luftwaffe teilte mit, dass alle Drohnen und zwei der Raketen abgeschossen wurden.

Ukrainischer Drohnenangriff auf die Krim

Die Ukrainer konzentrierten sich auf nächtliche Angriffe auf die 2014 von Russland annektierte Halbinsel Krim. „Über der Krim seien 33 ukrainische Drohnen abgeschossen worden sowie zwei Drohnen über dem Grenzgebiet Brjansk“, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Des Weiteren seien vor der Küste der Krim zehn Seedrohnen abgewehrt worden. Die genannten Zahlen sind nicht unabhängig überprüfbar. In der Marinestadt Sewastopol auf der Krim waren nachts Schüsse zu hören. Dort sei eins der ferngesteuerten Kampfboote abgewehrt worden, erklärte Stadtchef Michail Raswoschajew auf seinem Telegramkanal. Zu möglichen Schäden gab es keine Angaben.

Seit fast zweieinhalb Jahren wehrt sich die Ukraine gegen eine russische Invasion.

dpa