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Heizung: Mieter und Vermieter sollen 5 Milliarden Euro pro Jahr sparen

Das neue Heizgesetz soll Mieter und Vermieter jährlich fünf Milliarden Euro einsparen, indem es flexiblere Regelungen für fossile Brennstoffe einführt. Dennoch erwarten Experten steigende Heizkosten, während der Umstieg auf moderne Heiztechniken von verschiedenen Faktoren abhängt.

Heizung: Mieter und Vermieter sollen 5 Milliarden Euro pro Jahr sparen
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Berlin – Das Wirtschaftsministerium unter der Leitung von Katherina Reiche (CDU) hat einen neuen Entwurf für das Heizgesetz vorgestellt, der zahlreiche Änderungen im Vergleich zu dem vorherigen Gesetz von Robert Habeck (Grüne) vorsieht. Ziel ist es, das Gesetz weniger restriktiv zu gestalten und eine größere Flexibilität bei der Wahl der Heiztechnologien zu ermöglichen. Laut Ministerium sollen Heizungen auch nach 2045 weiterhin mit fossilen Brennstoffen betrieben werden dürfen.

Ein zentrales Anliegen des neuen Gesetzes ist es, die Heizkosten für Mieter und Vermieter zu senken. Schätzungen zufolge könnten die jährlichen Ausgaben um durchschnittlich 5 Milliarden Euro sinken, was etwa 125 Euro pro Haushalt entspricht. Die genaue Berechnung dieser Einsparungen wurde auf Anfrage jedoch nicht erläutert.

Erwartete Kostensteigerungen trotz Einsparungen

Trotz der geplanten Einsparungen warnt Axel Gedaschko (66), der Präsident des Verbandes GdW, dass die Heizkosten insgesamt steigen werden. Er äußerte:

„Die Kosten werden für Vermieter und Mieter steigen.“

Regelungen für neue Heizungen

Ein weiterer wichtiger Punkt des neuen Gesetzes ist, dass Vermieter weiterhin neue Öl- und Gasheizungen installieren dürfen. Ab 2029 müssen diese jedoch einen Ökoanteil von 10 Prozent aufweisen, der bis 2040 auf mindestens 60 Prozent ansteigt. Zudem müssen Vermieter ab 2028 bei der Installation neuer Heizungen die Hälfte der Netzentgelte, des CO₂-Preises und der Kosten für Biokraftstoffe übernehmen.

Wärmepumpen und Kostenverlagerung

Nach Angaben von Haus & Grund hängt die Wirtschaftlichkeit eines Umstiegs von Öl- oder Gasheizungen auf Wärmepumpen stark vom jeweiligen Haustyp ab. Während die Kosten für den Einbau und die Sanierung von Wärmepumpen teilweise auf die Mieter umgelegt werden können, sinken die Heizkosten in der Regel.

In dieser Woche hat Reiche zudem einen Referentenentwurf für ein neues Gebäudemodernisierungsgesetz in die Ressortabstimmung gegeben. Damit wird das umstrittene Heizungsgesetz der Ampelregierung endgültig überarbeitet.

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TS