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Hitze in Deutschland: Fast 10.000 Todesfälle im Jahr 2026 durch extreme Temperaturen

In diesem Jahr verzeichnet Deutschland bereits fast 10.000 hitzebedingte Todesfälle, die auf die extremen Temperaturen zurückzuführen sind. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, wobei über 5.000 Todesfälle in der zweiten Junihälfte 2026 auftraten.

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Trauriger Rekord: RKI: Bereits fast 10.000 hitzebedingte Tote in diesem Jahr
Tom Fisk auf Pexels

Hitze in Deutschland: Im Jahr 2026 nahezu 10.000 hitzebedingte Todesfälle

In Deutschland haben die extremen Temperaturen in diesem Jahr gravierende gesundheitliche Konsequenzen nach sich gezogen. Schätzungen deuten darauf hin, dass Tausende Menschen an den Auswirkungen der Hitze gestorben sind, wobei hohe Temperaturen oft nicht die einzige Todesursache darstellen.

Nach Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) sind bis zum 19. Juli 2026 schätzungsweise 9.800 Menschen in Deutschland an den Folgen der Hitze verstorben. Diese Zahl übertrifft die jährlichen Werte seit 2016 und stellt den höchsten Stand in diesem Zeitraum dar. Der Rekord für die letzten zehn Jahre wurde 2018 registriert, als etwa 8.700 hitzebedingte Todesfälle gezählt wurden.

Über 5.000 hitzebedingte Todesfälle in diesem Jahr sind auf die extremen Temperaturen in der zweiten Junihälfte zurückzuführen. In dieser Zeit wurden deutschlandweit Höchstwerte von bis zu 40 Grad Celsius verzeichnet. Das RKI berichtet, dass im Zeitraum vom 1. April bis zum 12. Juli 2026 schätzungsweise 7.900 Menschen an den Folgen der Hitze starben, gefolgt von weiteren 1.900 Todesfällen in der Woche vom 13. bis 19. Juli.

Temperaturanstieg und Sterblichkeit

Eine Analyse des RKI zeigt, dass Wochen mit Durchschnittstemperaturen über 20 Grad signifikant höhere Sterblichkeitsraten aufweisen als kühlere Wochen im Sommer. In der Woche vom 13. bis 19. Juli wurde eine durchschnittliche Temperatur von 20,9 Grad registriert, und in zwölf Bundesländern lagen die mittleren Temperaturen über 20 Grad.

Ältere Menschen sind besonders anfällig für die gesundheitlichen Folgen der Hitze. Von den hitzebedingten Todesfällen entfallen 5.420 auf Personen ab 85 Jahren. In der Altersgruppe von 75 bis 84 Jahren starben 2.460 Menschen, während in der Gruppe von 65 bis 74 Jahren 1.260 Todesfälle verzeichnet wurden. Bei den unter 65-Jährigen waren es 630 Todesfälle.

Historischer Vergleich

Das RKI hebt hervor, dass die Intensität der letzten Hitzewellen deutlich variierte. Die höchsten Zahlen an hitzebedingten Sterbefällen wurden in den Jahren 2018 und 2019 registriert, mit jeweils 8.700 und 6.900 Hitzetoten. Für die Jahre 2022 bis 2025 wurden zwischen 2.600 und 4.900 hitzebedingte Todesfälle geschätzt.

Hitze ist in der Regel nicht die direkte Todesursache. Vielmehr resultieren viele Todesfälle aus der Kombination hoher Temperaturen mit bestehenden Vorerkrankungen, wie Herz-Kreislauf- oder Atemwegserkrankungen. Deshalb wird Hitze nicht als Todesursache auf den Totenscheinen vermerkt und taucht nicht in den offiziellen Statistiken auf. Die Zahl der hitzebedingten Todesfälle wird durch statistische Vergleiche ermittelt, indem die Sterbefallzahlen in heißen Sommerwochen mit denen in kühleren Wochen gegenübergestellt werden.


Quellen: n-tv, Focus

Bildquelle: Tom Fisk auf Pexels

TS