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Im Gazastreifen breiten sich Krankheiten weiter aus

Zehntausende Vertriebene harren im Gazastreifen auf engstem Raum aus. Das hat auch Folgen für die Gesundheit. Der WHO zufolge nehmen die Fälle von Atemwegsentzündungen, Durchfall, Läusen und Krätze zu.

Geflüchtete leben in Zelten in der Stadt Rafah nahe der Grenze zwischen dem Gazastreifen und Ägypten.
Foto: Uncredited/AP/dpa

Laut dem UN-Nothilfebüro OCHA nehmen Krankheiten in den vorübergehenden Unterkünften im Gazastreifen mit Zehntausenden Vertriebenen auf engstem Raum weiter zu. Die Gesundheitsdienste sind schon lange überfordert und die von Israel angeordneten Vertreibungen machen ihre Aufgabe noch schwieriger.

Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, gab auf der Online-Plattform X, früher Twitter, eine Liste der Krankheitsfälle bekannt. Laut seinen Angaben waren bereits 180.000 Menschen von Atemwegsentzündungen betroffen, mehr als 136.000 Kinder unter fünf Jahren litten an Durchfall. Es gab über 55.000 Fälle von Läusen und Krätze.

https://x.com/DrTedros/status/1740777581962559853?s=20

Wenn Kinder unter fünf Jahren nicht behandelt werden, ist Durchfall lebensgefährlich, da der Körper Wasser und wichtige Mineralstoffe verliert.

Laut OCHA hat das UN-Kinderhilfswerk am Freitag 600.000 Impfdosen in den Gazastreifen geliefert. Dies soll sicherstellen, dass kleine Kinder trotz des Krieges im nächsten Jahr ihre Routineimpfungen erhalten. Diese beinhalten beispielsweise Impfungen gegen Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten.

dpa