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Immer mehr Asylklagen: Zahl der Verfahren gegen Ablehnungen stark gestiegen

Die deutschen Verwaltungsgerichte stehen unter wachsendem Druck: Immer mehr abgelehnte Asylbewerber legen gegen Entscheidungen des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge Klage ein. Die Zahl der Verfahren hat sich innerhalb kurzer Zeit deutlich erhöht.

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Foto: depositphotos

Deutlicher Anstieg bei Gerichtsverfahren

In Deutschland hat sich die Zahl der Klagen gegen abgelehnte Asylbescheide deutlich erhöht. Nach aktuellen Zahlen ist die Anzahl der Verfahren vor Verwaltungsgerichten stark gestiegen. Viele Asylbewerber gehen juristisch gegen Entscheidungen des Bundesamt für Migration und Flüchtlinge vor.

Der Anstieg bedeutet eine zusätzliche Belastung für die Gerichte, die bereits mit einer hohen Zahl an Verfahren beschäftigt sind.

Verwaltungsgerichte stark ausgelastet

Die Klagen richten sich gegen ablehnende Entscheidungen im Asylverfahren. Betroffene versuchen über den Rechtsweg, ihre Abschiebung zu verhindern oder eine erneute Prüfung ihres Antrags zu erreichen.

Nach Angaben aus Justizkreisen hat sich die Zahl dieser Verfahren im Vergleich zu früheren Jahren teilweise verdoppelt. Viele Gerichte berichten deshalb von steigenden Arbeitsbelastungen.

Gründe für mehr Klagen

Experten sehen mehrere Ursachen für den starken Anstieg. Einerseits ist die Zahl der Asylanträge in den vergangenen Jahren gestiegen. Andererseits nutzen viele Betroffene ihr Recht auf gerichtliche Überprüfung einer Entscheidung.

Das deutsche Asylsystem ermöglicht es Antragstellern, gegen einen ablehnenden Bescheid des BAMF vor einem Verwaltungsgericht zu klagen. Bis zu einer endgültigen Entscheidung kann sich das Verfahren über längere Zeit hinziehen.

Auswirkungen auf das Asylsystem

Die wachsende Zahl von Verfahren wirkt sich auch auf die Dauer von Asylverfahren aus. Richter und Behörden stehen vor der Herausforderung, eine große Menge an Fällen zu bearbeiten.

In der politischen Debatte wird daher immer wieder darüber diskutiert, wie Verfahren beschleunigt und Gerichte entlastet werden können.

TS
Quellen: n-tv.de