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Iran droht Deutschland – Lage spitzt sich zu

Der Iran geht nicht nur gegen die eigene Bevölkerung vor, sondern nun auch gegen den Westen. Deutschland steht dabei ganz oben auf der Abschussliste.

Hossein Amirabdollahian, Außenminister des Iran.
Foto: Kirill Kudryavtsev/Pool AFP/AP/dpa/Archivbild

Der iranische Außenminister droht der deutschen Außenministerin Annalena Baerbock (41, Grüne) und das mit ziemlich scharfen Worten. Vorher hatte Baerbock das iranische Regime kritisiert und Maßnahmen ergriffen.

Anstatt die internationale Kritik und die Forderungen des eigenen Volks ernst zu nehmen, geht der Iran in Abwehrhaltung. Damit spitzt sich die Lage im Iran weiter zu.

Iranischer Außenminister droht Deutschland

Hossein Amir-Abdollahian (58), iranischer Außenminister, wetterte am Donnerstag auf Twitter gegen Deutschland. Er hat nach deutscher Kritik am gewaltsamen Vorgehen Teherans gegen die landesweiten Proteste Deutschland mit langfristigen Konsequenzen gedroht. Außenministerin Baerbock hatte zuvor auf Twitter geschrieben: «Wir stehen an der Seite der Männer & Frauen in Iran». 

Dabei verurteilte Abdollahian die internationale Kritik am Mullah-Regime und diplomatischen Maßnahmen gegen den Iran. Diese seien „undiplomatisch“, „provokativ“ und nicht „klug“. Besonders beunruhigend: In seinem Tweet markierte er das Profil von Baerbock.

„Die Unterminierung alter Beziehungen hat langfristige Konsequenzen. Deutschland kann sich für Engagement entscheiden, um gemeinsame Herausforderungen anzugehen – oder für Konfrontation. Unsere Antwort wird angemessen und entschlossen sein“, so der sichtlich empörte iranische Außenminister.

Baerbock zeigt klare Kante

Grund für den Ausraster: Baerbock zeigt klare Kante gegen das brutale iranische Regime. So hatte Deutschland mit der EU zusammen bereits Mitte Oktober elf iranische Personen und vier Organisationen sanktioniert. Zudem sind aktuell weitere härtere Sanktionen in Zusammenarbeit mit der EU gegen den Iran geplant.

Am 9. November musste Seyed Soleiman Mousavifar (46), der stellvertretende Leiter der Blauen Moschee in Hamburg, einer inoffiziellen Mullah-Botschaft, aus Deutschland ausreisen.

Am Mittwoch veröffentlichte Baerbock auf Twitter: „Wir stehen an der Seite der Männer & Frauen in Iran, und zwar nicht nur heute, sondern: solange es notwendig ist. Gleichzeitig arbeiten wir daran, dass es im Uno-Menschenrechtsrat eine Sondersitzung zu Iran gibt und ein Aufklärungsmechanismus mandatiert wird“. Demnach wird bereits ein weiteres Sanktionspaket gegen den Iran vorbereitet.

Weshalb die Sanktionen gegen den Iran?

Das iranische Volk kämpft seit sieben langen Wochen gegen das Regime. Im Rahmen dieser Proteste wurden mittlerweile über 14 000 Menschen festgenommen und mehr als 400 Menschen getötet. Das Mullah-Regime geht gnadenlos gegen Frauen, Männer und sogar Kinder vor, weil diese Grundrechte fordern.

Die iranische Regierung tötet und foltert ihr eigenes Volk. Doch damit nicht genug, denn nun droht der Iran dem Westen. Dieser hatte aufgrund der tyrannischen Unterdrückung der Bevölkerung Maßnahmen gegen den Iran verhängt. Baerbocks hartes Vorgehen gegen den Iran könnte für weitere Probleme zwischen den zwei Ländern sorgen.

YY
Quellen: bild.de