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Iranische Raketen: Europäische Sicherheit im Fokus und Berlins Verletzlichkeit

Neue Raketenangriffe des Iran auf Diego Garcia überraschen Experten, die bisher eine geringere Reichweite angenommen hatten. Die aktuelle Bedrohung könnte nun auch europäische Hauptstädte wie Berlin und Wien erreichen.

Iranische Raketenangriffe: Eine neue Bedrohung für Europa und die Sicherheit Berlins?
European Space Agency / CNES via Wikimedia Commons (Attribution)

Diego Garcia – Die Situation im Nahen Osten wird durch die Raketenangriffe des Iran zunehmend angespannt. In den letzten Wochen hat das iranische Regime gezielt Nachbarländer angegriffen und sicherheitsrelevante Einrichtungen ins Visier genommen. Während Europa, insbesondere Deutschland, sich in Sicherheit wähnte, da Experten die Reichweite iranischer Raketen auf maximal 2000 Kilometer schätzten, zeigt ein aktueller Vorfall, dass diese Annahmen möglicherweise fehlerhaft sind.

Angriff auf strategische Militärbasis im Indischen Ozean

In der Nacht wurden zwei iranische Raketen über den Indischen Ozean abgefeuert, mit dem Ziel, das wenig besiedelte Chagos-Archipel südlich der Malediven zu treffen. Dies berichteten hochrangige US-Regierungsbeamte. Das Ziel der Angriffe war die britische Militärbasis Diego Garcia, die auch von den USA genutzt wird. Beide Raketen verfehlten ihr Ziel: Eine landete im Ozean, während die andere von der amerikanischen Luftabwehr abgefangen wurde. Die Tatsache, dass die Mullahs Diego Garcia angreifen konnten, überrascht westliche Militärexperten.

Reichweite der iranischen Raketen überschätzt?

Diego Garcia liegt fast 4000 Kilometer von der iranischen Südküste entfernt, was die Annahme, dass die Mullah-Raketen eine Reichweite von maximal 2000 Kilometern haben, in Frage stellt. Diese neuen Erkenntnisse deuten darauf hin, dass auch Städte wie Bern, Wien und Berlin innerhalb der Reichweite iranischer Raketen liegen. Selbst Hauptstädte wie Paris und London könnten aus dem Nordwestiran angegriffen werden.

Politische Implikationen des Angriffs

Der Angriff auf Diego Garcia hat auch politische Dimensionen. Die britische Regierung hat dem Iran „rücksichtslose Angriffe“ vorgeworfen. Laut dem britischen Verteidigungsministerium stellt Teherans Vorgehen eine Bedrohung für britische Interessen und Verbündete dar. Der Beschuss des Militärstützpunkts ist besonders brisant, da die Insel in den letzten Monaten im Zentrum von Spannungen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem britischen Premierminister Keir Starmer stand. Kurz vor dem Kriegsausbruch hatte Großbritannien Trump nicht darüber informiert, ob es US-Kampfflugzeuge für Angriffe auf iranische Raketenstellungen stationieren dürfe.

Die strategische Bedeutung von Diego Garcia

Die britische Regierung hat zudem erklärt, dass die USA Diego Garcia nutzen können, um iranische Angriffe auf Schiffe in der Straße von Hormus zu verhindern. Die Inselgruppe Chagos, zu der Diego Garcia gehört, steht im Fokus, da Großbritannien plant, sie an Mauritius abzutreten, während die Militärbasis durch einen 99-Jahres-Pachtvertrag gesichert werden soll. Trump äußerte sich kritisch und betonte, dass Starmer die Inselgruppe unter keinen Umständen verlieren dürfe.

Unklarheit über das iranische Raketenarsenal

Die genaue Größe des iranischen Raketenarsenals bleibt unklar. Iranische Staatsmedien zeigen regelmäßig Videos, die angeblich große, unterirdische Bestände dokumentieren. Dennoch haben die israelische und amerikanische Armee in letzter Zeit zunehmend Erfolge bei der Zerschlagung von Abschussrampen und Lagern auf iranischem Territorium erzielt. US-Präsident Trump gab kürzlich bekannt, dass die Ziele der gemeinsamen Militäroperation nahezu erreicht seien.

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Bildquelle: European Space Agency / CNES via Wikimedia Commons (Attribution)

Ronny Winkler