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Rekordbeteiligung bei Sicherheitskonferenz in München

Mehr Staats- und Regierungschefs als je zuvor – Europäische Präsenz besonders wichtig für Zukunft Europas.

Konferenzleiter Ischinger freut sich vor allem über besonders viele europäische Teilnehmer.
Foto: Elisa Schu/dpa

Der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz rechnet in diesem Jahr mit einer Rekordbeteiligung von Staats- und Regierungschefs. «Das ist in allen Belangen eine Sicherheitskonferenz der Superlative», sagte Wolfgang Ischinger der Deutschen Presse-Agentur vor dem weltweit wichtigsten Expertentreffen zur Sicherheitspolitik, das vom 13. bis 15. Februar in der bayerischen Hauptstadt stattfindet. «Es kommen mehr Staats- und Regierungschefs als jemals zuvor, es kommen mehr US-Kongressmitglieder als je zuvor und auch mehr Außenminister.» Der Andrang stelle «alles bisher Dagewesene in den Schatten».

Zusagen von 65 Staats- und Regierungschefs

Laut der Konferenzleitung haben bisher – gut eine Woche vor Beginn der Großveranstaltung – 65 Staats- und Regierungschefs ihre Teilnahme zugesagt. Im Vorjahr waren es lediglich 42. Des Weiteren sind derzeit 98 Außen- und Verteidigungsminister auf der Gästeliste der Konferenz verzeichnet, die wie üblich im Hotel Bayerischer Hof stattfindet – im Vergleich zu 87 im Vorjahr. Mehr als 50 Senatoren und Mitglieder des Repräsentantenhauses aus dem US-Kongress werden erwartet. Diese Zahlen sind vorläufig, es könnten noch weitere Zusagen oder Absagen erfolgen.

Rubio statt Vance und Selenskyj

Unter den prominentesten Gästen dürfte US-Außenminister Marco Rubio sein. Im Gegensatz zum letzten Jahr wird US-Vizepräsident JD Vance dieses Mal wahrscheinlich nicht anwesend sein. Ischinger ist sich auch sicher, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nach München kommen wird. Trotz der laufenden Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine in Abu Dhabi über ein Ende des Ukraine-Krieges werden in München jedoch keine russischen Regierungsvertreter erwartet.

Merz zum ersten Mal als Kanzler dabei 

In diesem Jahr werden europäische Staats- und Regierungschefs besonders stark vertreten sein. Bisher sind jedoch nur wenige offiziell angekündigt. Friedrich Merz (CDU) wird erstmals als Bundeskanzler an der Konferenz teilnehmen und die Sicherheitspolitik seiner Regierung präsentieren. Möglicherweise werden auch der französische Präsident Emmanuel Macron, der britische Premierminister Keir Starmer und die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen anwesend sein. Das ist jedoch noch nicht bestätigt.

Ischinger hofft auf «Aufbruch Europas»

Ischinger ist die europäische Präsenz besonders wichtig. Er hofft, dass sich aus der Krise der Beziehungen zu den USA ein «Aufbruch Europas» ergibt. «Ich bin der Meinung, dass wir als Europäer nicht so tun sollten, als wären wir hilflos», sagt er. «Ich würde mir wünschen, dass wir in München in die Richtung gehen: Wir treffen jenseits der Beschwörungsformeln konkrete Entscheidungen, die dazu führen, dass man im Rest der Welt sagt: Aha, Europa ist aufgewacht.»

dpa