Der Palästinensische Islamische Dschihad veröffentlicht erneut Aufnahmen eines entführten Mannes aus Israel. Er spricht über seine Gesundheit und macht der israelischen Regierung Vorwürfe.
Islamischer Dschihad zeigt neues Video von Geisel

Die Terrororganisation Palästinensischer Islamischer Dschihad (PIJ) hat zwei Tage nach der Veröffentlichung eines Geisel-Videos einen zweiten Clip des aus Israel entführten Mannes veröffentlicht. Er sagt darin, dass es ihm trotz der Angriffe Israels auf den Gazastreifen gut gehe und er gesund sei. Weiterhin wirft er der israelischen Regierung vor, nicht den erforderlichen Preis zahlen zu wollen, um die Geiseln lebendig zurückzubringen.
Der junge Mann fordert die Menschen in Israel auch weiterhin auf, gegen die Regierung zu protestieren und sich für ein Abkommen zur Freilassung der Geiseln sowie einen Waffenstillstand einzusetzen. Er betont, dass er zurück zu seinen Eltern und seiner Freundin möchte.
Es war zunächst unklar, unter welchen Umständen das Video entstanden ist und ob der Mann unter Druck und Drohungen sprach. Ebenso war unklar, wann genau das Video aufgenommen wurde. Der Entführte erwähnte jedoch die Schließung des katarischen Senders Al-Dschasira in Israel Anfang Mai, die von der israelischen Regierung angeordnet wurde.
Am Dienstag veröffentlichte der PIJ bereits ein Video des Mannes. Laut israelischen Medien wurde der 28-Jährige zusammen mit seiner Mutter, Großmutter und seiner Freundin am 7. Oktober aus dem Kibbuz Nir Oz entführt. Die drei Frauen wurden Ende November im Rahmen eines Deals zwischen der israelischen Regierung und der Hamas freigelassen. Der Vater des Mannes wurde bei dem Massaker am 7. Oktober Medien zufolge getötet. Dabei wurden mehr als 250 Geiseln von Terroristen in den Gazastreifen verschleppt.
Der PIJ und die Hamas haben bereits mehrfach Aufnahmen der aus Israel entführten Menschen gezeigt. Diese Videos werden von Israel als Psychoterror gegen die Angehörigen betrachtet.








