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Israel will Sicherheitsverantwortung im Gazastreifen behalten, bis Bedrohung durch Einwohner von Gaza endet

Israels Außenminister betont, dass sein Land weiterhin die Sicherheit im Gazastreifen gewährleisten wird, solange sie nicht von den Einwohnern bedroht werden. Eine Zweistaatenlösung wird von Israel abgelehnt.

Israels Außenminister Israel Katz lehnt eine Zweistaatenlösung im Nahostkonflikt ab.
Foto: Frank Franklin II/AP/dpa

Im Streit über eine Zweistaatenlösung im Nahostkonflikt hat Israels Außenminister erneut betont, dass sein Land noch einige Jahre lang die Sicherheitsverantwortung im Gazastreifen behalten will. Dies gelte solange, «bis wir sicher sind, dass wir nicht mehr von den Einwohnern von Gaza getötet werden», sagte Israel Katz der «Bild»-Zeitung, Welt TV sowie Politico.

Mit Blick auf den Terrorüberfall der islamistischen Hamas auf Israel am 7. Oktober mit etwa 1200 Toten sagte Katz: «Die neuen «Nazis» sind die Hamas, die eliminiert werden muss.» Israels Botschaft zum Holocaust-Gedenktag in dieser Woche laute: «Es muss klar sein, dass das, was passiert ist, sich nicht wiederholen darf.»

Ablehnung der Zweistaatenlösung

Zu Ratschlägen unter anderem aus Washington oder Berlin zu einer Zweistaatenlösung im Nahostkonflikt mit den Palästinensern sagte Katz: «Es ist absolut absurd, dass man nach all dem, was passiert ist, heute Israel vorschreibt, dass eine Zweistaatenlösung das Richtige ist.» Angesichts der Tatsache, dass Palästinenser Juden getötet hätten, werde man nicht Palästinensern die Aufgabe übertragen, künftig für die Sicherheit von Juden zuständig zu sein.

Zugleich erteilte er Forderungen auch aus der eigenen Regierung nach einer israelischen Wiederbesiedlung des Gazastreifens nach Kriegsende eine klare Absage: «Das wird nicht passieren. Die Politik der Regierung ist klar, auch wenn einzelne Minister etwas anderes sagen.» Israel werde Gaza nicht regieren oder über Gaza entscheiden.

Die Zukunft Gazas

Katz sagte weiterhin über die Zukunft Gazas, dass gemeinsam mit den arabischen Staaten und anderen Ländern ein Modell entwickelt werden müsse, das den über zwei Millionen Palästinensern ermöglicht, ihr Leben dort auf eine andere Weise zu führen als bisher.

Die Hamas, eine militant-islamistische Gruppe, ist ebenfalls gegen eine Zweistaatenlösung, bei der ein unabhängiger, demokratischer und entmilitarisierter Palästinenserstaat friedlich neben Israel existieren soll. Stattdessen strebt die Hamas die Zerstörung des Staates Israel an.

Neben Deutschland und der EU setzen sich auch Großbritannien und die USA für die Errichtung eines unabhängigen palästinensischen Staates ein.

dpa