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Israel: Cyber-Chef enthüllt versehentlich eigene Identität

Ein Sicherheitsfehler führt dazu, dass die Identität des Chefs einer mächtigen israelischen Cybereinheit bekannt ist. Was ist passiert?

Skandal in einer israelischen Überwachungsbehörde: Ein Buch führte dazu, dass die Identität von Jossi Sariel nun offengelegt ist.
Foto: Sven Hoppe/dpa

Ein britischer Medienbericht hat die Identität des Chefs einer mächtigen israelischen Überwachungsbehörde offengelegt. Hintergrund sei ein «peinlicher Sicherheitsfehler», schrieb die Zeitung «The Guardian».

Laut Berichten hat Jossi Sariel anscheinend versehentlich seine Identität online preisgegeben. Ein Buch, das angeblich von ihm veröffentlicht wurde, enthält eine anonyme E-Mail-Adresse. Diese E-Mail-Adresse soll zu einem privaten Google-Konto führen, das auf seinen Namen registriert ist. Der israelische Armeesprecher wurde mit den Worten zitiert, dass der Kommandeur die angegebene E-Mail-Adresse nicht privat, sondern nur im Zusammenhang mit dem Buch verwendet.

Nach Angaben des «Guardian» bestätigten mehrere Quellen, dass Sariel der Autor des besagten, unter Pseudonym veröffentlichten Buches sei. In dem Pseudonym kommen die Initialen des Leiters der Elite-Cybereinheit vor. Israels Armee äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht zu dem Bericht.

Fehler erhöht Druck auf Geheimdienst

Laut israelischen Medien bezeichnete das israelische Militär die Veröffentlichung von Sariels persönlichen Daten als Fehler. Die Angelegenheit wird derzeit untersucht.

Sariel nimmt dem «Guardian» zufolge eine «der sensibelsten Rollen im Militär ein». Der Sicherheitsfehler werde wahrscheinlich weiteren Druck auf ihn ausüben, mutmaßte das Blatt. Seine für ihre Geheimdienstfähigkeiten geschätzte Abteilung stehe bereits in der Kritik, da sie das Massaker der Hamas am 7. Oktober vergangenen Jahres in Israel nicht vorhergesehen habe.

dpa