Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Israel fliegt Angriff auf Hamas-Basis in Schule

Eine Schule des UN-Palästinenserhilfswerks soll Terroristen als Basis gedient haben. Israels Armee nimmt sie ins Visier eines Luftangriffs. Es soll viele Tote geben. Die News im Überblick.

Israelische Streitkräfte bauen entlang der Grenze zum Gazastreifen eine neue Einheit zum Schutz der dortigen Ortschaften auf.
Foto: Tsafrir Abayov/AP/dpa

„Während sich die Sicherheitslage an der Nordgrenze Israels weiter zuspitzt, hat das israelische Militär eine Hamas-Stellung in einer Schule im Gazastreifen aus der Luft angegriffen. Dabei seien mehrere Kämpfer der Islamistenorganisation getötet worden, die Terroranschläge und Angriffe auf israelische Truppen geplant hätten, teilte die Armee mit.“

Gemäß Berichten palästinensischer Medien starben bei dem Luftangriff 27 Menschen. Vor der Drohnenattacke der schiitischen Hisbollah-Miliz aus dem Libanon wurden elf Menschen im Norden Israels verletzt.

Die Position in der von der UN-Palästinenserhilfswerk UNRWA betriebenen Schule in Nuseirat wurde laut Angaben des israelischen Militärs als Stützpunkt für Einheiten der Hamas und der Terrororganisation Islamischer Dschihad genutzt, die auch am Massaker am 7. Oktober des letzten Jahres in Israel beteiligt waren.

Die Hamas wird von Israel wiederholt beschuldigt, während des Gazakriegs aus zivilen Einrichtungen heraus zu operieren und dadurch bewusst Zivilisten in Gefahr zu bringen oder sie sogar als Schutzschild zu missbrauchen.

Elf Verletzte bei Drohnenangriff auf Ort im Norden Israels

Beim Drohnenangriff in der nordisraelischen Ortschaft Hurfesch wurde eine Person schwer verletzt, drei erlitten mittelschwere Verletzungen und sieben weitere leichte Verletzungen, wie der Chef der Rettungsorganisation Magen David Adom dem Fernsehsender Channel 12 sagte. Die Hisbollah, die von Israels Erzfeind Iran unterstützt wird, beanspruchte den Angriff für sich. Als Reaktion griffen die israelischen Streitkräfte Stellungen der Miliz im Süden des Libanons an.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu betonte angesichts der militärischen Spannungen die Kampfbereitschaft der israelischen Armee. «Wer glaubt, er könne uns schaden und wir würden darauf mit Nichtstun reagieren, macht einen großen Fehler», sagte Netanjahu bei einem Besuch in dem besonders vom Beschuss aus dem Nachbarland betroffenen Ort Kirjat Schmona, wo er Soldaten und Feuerwehrleute traf.

Pentagon: US-Hafen womöglich bis Ende der Woche repariert

Derweil sollte die vom US-Militär errichtete provisorische Anlegestelle an der Küste des Gazastreifens nach Einschätzung des Pentagon bald wieder den Betrieb aufnehmen können. «Wir hoffen, dass wir den Pier in Gaza Ende der Woche wieder verankern können», sagte die Sprecherin des US-Verteidigungsministeriums, Sabrina Singh.

Sobald das geschehen sei, könnten Hilfslieferungen «ziemlich sofort» wieder in den Gazastreifen gebracht werden. Der an der Küste verankerte Pier war Ende Mai nur wenige Tage nach Fertigstellung des provisorischen Hafens bei rauem Seegang schwer beschädigt worden.

Tausende Juden marschieren durch Jerusalem

Inmitten der höchst angespannten Lage wegen des Gaza-Kriegs zogen Tausende national-religiöse Juden durch Jerusalem. Der jährliche «Marsch der Fahnen», der die Eroberung Ost-Jerusalems im Zuge des Sechs-Tage-Kriegs 1967 feiert, verläuft auch durch hauptsächlich von Palästinensern bewohnte Viertel. Kritiker in Israel werfen den Veranstaltern vor, mit dem Marsch durch diese Viertel der Altstadt deren Bevölkerung unnötig zu provozieren.

Große Polizeiaufgebote trennten dort Teilnehmer des Marsches und Palästinenser, wie israelische Medien berichteten. Einige der national-religiösen Juden griffen eine Gruppe von Journalisten an, die für arabische und israelische Medien berichteten. Unter anderem schlugen Demonstranten auf einen israelischen Reporter der liberalen Zeitung «Haaretz» ein, der sich schützend vor andere Kollegen gestellt hatte.

Israelische Streitkräfte bauen Schutzeinheit auf

Die israelischen Streitkräfte errichten derzeit entlang der Grenze zum Gazastreifen eine neue Einheit zum Schutz der örtlichen Gemeinden. Die Truppe besteht aus Reservisten und Veteranen aus Spezialeinheiten, die in der Region ansässig sind, wie das Militär bekannt gab.

Im Grenzgebiet zum Gazastreifen ereignete sich am 7. Oktober das schlimmste Massaker in der Geschichte des Staates Israel. Zu dieser Zeit drangen Kämpfer der Hamas und anderer extremistischer Gruppen aus dem abgeriegelten Küstengebiet nach Israel ein, töteten mehr als 1200 Menschen und verschleppten über 250 Geiseln in den Gazastreifen.

dpa