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Israelisches Militär reagiert auf Drohnenangriff im Jemen

Israelische Kampfflugzeuge griffen militärische Ziele der Huthi-Terrorregimes im Hafen von Hudaida an. Huthi-Sprecher berichten von Angriff auf zivile Einrichtungen.

Ziel des israelischen Gegenangriffs: Der Hafen von Hudaida im Jemen. (Archivbild)
Foto: Hani Al-Ansi/dpa

Einen Tag nach dem tödlichen Drohnenangriff der Huthi-Miliz auf Tel Aviv hat Israels Militär nach eigener Darstellung mit einem direkten Gegenschlag im Jemen reagiert. «Israelische Kampfflugzeuge haben militärische Ziele des Huthi-Terrorregimes im Hafen von Hudaida angegriffen», teilte das Militär auf seinem Telegram-Kanal mit. Es sei die Antwort «auf Hunderte Attacken der letzten Monate auf Israel» gewesen. Angaben zu Toten oder Verletzten macht das Militär in solchen Fällen nicht. 

Hafen von wichtiger Bedeutung

Huthi-Sprecher Mohammed Abdel Salam sprach von einem israelischen Angriff gegen «zivile Einrichtungen» im Jemen. Ziele seien Öl- und Stromanlagen gewesen. Nasruddin Amir, ein Sprecher der Huthi-Medienbehörde, sagte, an dem wichtigen Hafen sei ein Feuer ausgebrochen. Der Huthi-nahe Fernsehsender Al-Masirah berichtete, mehrere Menschen seien getötet worden.

In sozialen Medien wurden Bilder eines Großbrandes im Hafen gezeigt, mit hohen Flammen und einer dunklen Rauchsäule am Himmel. Laut dem von Saudi-Arabien finanzierten Nachrichtenkanal Al-Arabija waren bei dem Angriff zwölf israelische Flugzeuge beteiligt, darunter auch Kampfjets des Typs F-35.

Der Hafen am Roten Meer ist von strategischer Bedeutung. Im Jemen herrscht seit Jahren ein Bürgerkrieg und eine schwere humanitäre Krise, in der etwa 80 Prozent der Bevölkerung auf Hilfe angewiesen sind.

Israel hatte Vergeltung angekündigt

Am Freitag waren beim Einschlag einer Kampfdrohne im Zentrum von Tel Aviv ein Mann getötet und mindestens acht weitere Menschen verletzt worden. Die mit Sprengstoff beladene Drohne schlug in ein Wohnhaus ein, wie der Rettungsdienst Magen David Adom auf der Online-Plattform X mitteilte. Nach Angaben der Armee kam die Langstreckendrohne aus dem Jemen. Die Huthi-Miliz sprach vom Angriff auf ein «wichtiges Ziel» in Tel Aviv. Israels Verteidigungsminister Joav Galant kündigte Vergeltung an. 

dpa