Der Krieg im Gazastreifen geht unerbittlich weiter. Die israelische Armee weitet die Kämpfe am Boden noch aus. Dabei stoßen die Soldaten nach eigenen Angaben immer wieder auf Waffenlager der Hamas.
Israels Armee: Bodeneinsatz im Gazastreifen ausgeweitet

Die israelische Armee hat ihren Bodeneinsatz im Gazastreifen am Wochenende nach eigenen Angaben ausgeweitet. Wie Armeesprecher Daniel Hagari mitteilte, seien die Truppen in «komplexe Gefechte in dicht besiedelten Gebieten» verwickelt. Sie würden dabei in weitere Hochburgen der islamistischen Hamas vordringen.
Bisher wurden etwa 30.000 Sprengkörper, einschließlich Panzerabwehrraketen und Raketen der islamistischen Hamas, von den Bodentruppen zerstört oder beschlagnahmt. Das Militär hatte zuvor angekündigt, einen hochrangigen Hamas-Funktionär getötet zu haben, der für die eigene Waffenversorgung verantwortlich war.
Netzwerk aus Tunneln
Die Soldaten kämpften weiter in dicht besiedelten Gebieten wie der südlichen Stadt Chan Junis und spürten vor allem in den Tunneln im Untergrund «terroristische Infrastrukturen» auf, erklärte der Armeesprecher. Daher habe man die technischen Kräfte deutlich verstärkt. Die Kapazitäten der dort kämpfenden Division würden in den kommenden Tagen weiter ausgebaut. Die Zerstörung der Tunnel sei zeitaufwendig.
Ein umfangreiches Netzwerk von Tunneln erstreckt sich über viele Kilometer unterhalb des Gazastreifens, in denen sich laut Israel zahlreiche Hamas-Terroristen verstecken und israelische Geiseln festhalten. Einige der Tunnel reichen Dutzende Meter unter die Erde, um Israels Bombardements aus der Luft standhalten zu können. Die Terroristen nutzen die Tunnel, um unerwartet aufzutauchen und überraschende Angriffe durchzuführen. Viele der Tunnel sind mit Sprengfallen ausgestattet, um eindringende israelische Soldaten zu töten.
Der Ausbruch des Krieges wurde durch den schlimmsten Angriff in der Geschichte Israels ausgelöst, den Terroristen der Hamas und anderer extremistischer Gruppen am 7. Oktober nahe der Grenze zum Gazastreifen verübt hatten. Infolgedessen wurden auf israelischer Seite mehr als 1200 Menschen getötet. Israel reagierte mit massiven Luftangriffen und begann Ende Oktober mit einer Bodenoffensive. Aufgrund der katastrophalen humanitären Lage in dem abgeriegelten Küstengebiet geriet Israel zuletzt international immer stärker unter Druck.








