Den großen Krieg haben Israel und die Hisbollah in ihrem gegenseitigen Beschuss bisher vermieden. Jetzt mehren sich die Zeichen, dass Israels Armee die Angriffe im Libanon ausweiten könnte.
Anwohner im Südlibanon zur Evakuierung aufgefordert

Anwohner und Organisationen im Süden des Libanon wurden scheinbar von israelischer Seite aufgefordert, sich zu evakuieren. Mitarbeiter des Zivilschutzes in den Orten Dschaujah und Basurijeh haben die Gegend daraufhin verlassen, wie sie der Deutschen Presse-Agentur bestätigten. Sie gaben auch gegenüber örtlichen Medien an, Anrufe und Textnachrichten von ausländischen Nummern erhalten zu haben. Der Zivilschutz wird jedoch seine Arbeit im Süden fortsetzen.
Ein israelischer Armeesprecher warnte die Einwohner im Süden des Libanon in einer Mitteilung auf X in arabischer Sprache: «Die Angriffe werden in naher Zukunft beginnen.» Sie sollten Häuser verlassen, in denen die Hisbollah Waffen versteckt habe.
Auch Anwohner hätten am Montagmorgen entsprechende Nachrichten «von Israelis» erhalten, berichtete die Zeitung «L’Orient Le Jour». Sie seien aufgefordert worden, «sich bis auf weiteres von Dörfern zu entfernen, in deren Gebäuden Waffen der Hisbollah gelagert sind».
Eine Anwohnerin berichtete der dpa, dass ihre Eltern sich darauf vorbereiteten, die Gegend um Tyrus zu verlassen und in Richtung der Hauptstadt Beirut zu fahren. Die Bewohner der südlichen Küstenstadt hätten Anrufe und Textnachrichten erhalten.
Eine Anwohnerin sagte «L’Orient Le Jour», sie habe am Morgen drei solcher Textnachrichten erhalten. Ihrer Ansicht nach handle es sich um «Drohungen und psychologische Kriegsführung», die nicht ernst zu nehmen seien. Sie wolle in ihrem Haus bleiben – «egal, was passiert».








