Die Streitkräfte konzentrieren sich derzeit auf den Süden des Gazastreifens: Dort wollen sie nun die Zentrale der Hamas gefunden haben. In den Tunneln soll sich auch ihr Anführer versteckt halten.
Israels Armeesprecher: Hamas-Hauptquartier gestürmt

Laut eigenen Angaben hat die israelische Armee das Hauptquartier der islamistischen Hamas in Chan Junis im südlichen Gazastreifen gestürmt. Der israelische Armeesprecher Daniel Hagari erklärte, dass sich darin auch die Geheimdienstzentrale der Terrororganisation befunden habe. Die Angaben konnten unabhängig nicht überprüft werden.
Israel hat den Verdacht, dass sich der Anführer der Hamas im Gazastreifen, Jihia Sinwar, in den unterirdischen Tunneln unter Chan Junis versteckt hält. Die Streitkräfte verstärken derzeit ihre Bemühungen gegen die Hamas und konzentrieren sich dabei hauptsächlich auf den Süden des Küstengebiets und den mittleren Gazastreifen.
Im Norden des abgeriegelten Küstenstreifens ist Israels Armee nach eigenen Angaben dabei, die vollständige Kontrolle über das Gebiet auszuüben. Derzeit konzentriere man dort den Einsatz auf die letzte noch verbliebene Hochburg der Hamas in der Stadt Gaza, das Viertel Tufah, erklärte Armeesprecher Hagari. Am Samstag habe die Armee zudem an Israels Grenze zum Libanon einen groß angelegten Angriff auf Ziele der Hisbollah-Miliz im Libanon beendet, hieß es. Dabei seien drei «terroristische Zellen ausgeschaltet» worden. Die Armee werde auch weiter militärische Stellungen der Hisbollah im Südlibanon angreifen.
Mehrere Raketenabschüsse vom Libanon nach Israel
«Die südliche Region des Libanon wird nicht wieder zu dem werden, was sie einmal war», sagte Hagari weiter. Im Laufe des Samstags seien mehrere Raketenabschüsse vom Libanon nach Israel festgestellt worden. 80 Prozent der Raketen der Hisbollah seien dabei auf libanesisches Gebiet gefallen. Auch dies ließ sich nicht unabhängig überprüfen.
Seit dem Beginn des Gaza-Kriegs gibt es immer wieder Auseinandersetzungen zwischen der israelischen Armee und der Hisbollah an der Grenze. Infolgedessen gab es Tote und Verletzte auf beiden Seiten. Es handelt sich um die schlimmste Eskalation seit dem zweiten Libanon-Krieg im Jahr 2006. Die Hisbollah hat Verbindungen zur Hamas im Gazastreifen, wird jedoch als schlagkräftiger angesehen. Zudem wird sie als wichtigster nichtstaatlicher Verbündeter des Erzfeindes Israels, dem Iran, betrachtet.








