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USA und Japan intensivieren Zusammenarbeit bei seltenen Erden

Die USA und Japan wollen die Abhängigkeit von China reduzieren und die Sicherheit der Lieferketten stärken, um ein neues goldenes Zeitalter ihrer Allianz zu begründen.

US-Präsident Trump und Japans neue Regierungschefin Takaichi betonen die Bedeutung ihrer Sicherheitsallianz.
Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa

Die USA und Japan wollen bei der Förderung, Verarbeitung und Lieferung seltener Erden künftig verstärkt zusammenarbeiten. Ziel sei es, «die Widerstandsfähigkeit und Sicherheit der Lieferketten für kritische Mineralien und seltene Erden zu gewährleisten», heißt es in einem von US-Präsident Donald Trump und Japans neuer Regierungschefin Sanae Trump in Tokio unterzeichneten Abkommen. 

Der Grund dafür ist das Quasi-Monopol des gemeinsamen Rivalen China. Im Handelsstreit mit den USA hat Peking seltene Erden und daraus gefertigte Magnete mit Ausfuhrkontrollen belegt. Am Donnerstag plant Trump, sich mit Chinas Präsident Xi Jinping in Südkorea am Rande des Wirtschaftsgipfels der Apec-Staaten zu treffen, um über den bilateralen Handelskonflikt zu sprechen.

In der Apec-Gruppe kooperieren 21 Staaten rund um den Pazifik. Zu den Mitgliedern zählen neben den USA auch China, Russland, Japan und Südkorea. Ihr Ziel ist es, das Wirtschaftswachstum durch die Beseitigung von Handelsbarrieren zu fördern.

USA und Japan wollen Abhängigkeit von China reduzieren 

Trump nutzt seine Reise durch mehrere Länder Asiens, um verschiedene Abkommen über seltene Erden zu schließen. Die US-Regierung will durch den Ausbau der Kooperationen die Abhängigkeit von China verringern. Auch für das technologisch fortschrittliche Japan sind seltene Erden von großer Bedeutung. Die Metalle werden unter anderem für die Produktion von Smartphones, Windkraftanlagen, Elektroautos und Rüstungsgütern benötigt.

«Neues goldenes Zeitalter» 

Man wolle weitere Schritte unternehmen für ein «neues goldenes Zeitalter» der «stetig wachsenden japanisch-amerikanischen Allianz», heißt es in einer weiteren von Trump und Takaichi unterzeichneten gemeinsamen Erklärung. Trump hob zum Auftakt ihres Treffens in Tokio anerkennend hervor, dass Japan unter Takaichis Führung die militärischen Kapazitäten ihres Landes «ganz erheblich» erhöhe. Die USA hätten von Japan bereits Bestellungen «für eine sehr große Menge neuer militärischer Ausrüstung erhalten», sagte Trump.

Schutzmacht USA

Takaichi hatte kürzlich zum Auftakt ihrer Amtszeit angekündigt, den Verteidigungsetat bis März auf zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts anzuheben. Damit würde dieses Ziel zwei Jahre früher erreicht als bislang geplant. Die US-Regierung unter Trump forderte von vielen Verbündeten mehr finanziellen Einsatz bei den Verteidigungsausgaben. So reagierte auch die Nato bereits auf den Druck aus Washington. Das Sicherheitsbündnis mit Japans Schutzmacht USA bezeichnete Takaichi angesichts des wachsenden Machtstrebens Chinas und der Bedrohung durch Nordkoreas Raketen- und Atomprogramm als «Eckpfeiler» ihrer Außen- und Sicherheitspolitik.

dpa