Wchsel an der Spitze der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe: Nachfolger von Peter Frank soll Jens Rommel werden, seit 2020 Richter am Bundesgerichtshof.
Jens Rommel wird neuer Generalbundesanwalt

Jens Rommel wird der neue Generalbundesanwalt, wie das Bundesjustizministerium mitteilt. Der 51-Jährige wird Peter Frank als Nachfolger antreten, der als Richter zum Bundesverfassungsgericht gewechselt ist.
«Nach Peter Frank brauchen wir erneut eine herausragende Persönlichkeit an der Spitze der Bundesanwaltschaft. Jens Rommel ist die richtige Person für diese wichtige Aufgabe», sagte Justizminister Marco Buschmann (FDP) laut der Mitteilung. Er schlage ihn deshalb als Generalbundesanwalt vor. Dem Vorschlag muss der Bundesrat zustimmen. Ernannt wird der Generalbundesanwalt durch den Bundespräsidenten.
Jens Rommel ist seit 2020 Richter am Bundesgerichtshof. Von 2015 bis 2020 leitete er zudem die Zentrale Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen in Ludwigsburg. «Egal ob bei der Verfolgung von Nazi-Verbrechen oder bei der strafrechtlichen Bekämpfung des Terrorismus: Jens Rommel hat bewiesen, dass er über alle Eigenschaften und Fähigkeiten verfügt, die einen exzellenten Generalbundesanwalt ausmachen – persönliche Integrität, fachliche Kompetenz, Einsatzbereitschaft, Führungsstärke sowie Leidenschaft für unseren Rechtsstaat und unsere freiheitliche Ordnung», sagte Buschmann.
In ihrer neuen Position leitet Rommel die Bundesanwaltschaft als höchste Anklagebehörde in Deutschland. Die Zuständigkeit der Behörde umfasst bedeutende Verfahren in Bereichen wie Terrorismus, Spionage und Völkerstrafrecht. Die Behörde hat ihren Hauptsitz in Karlsruhe und beschäftigt etwa 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Als Staatsanwaltschaft des Bundes untersteht sie dem Bundesjustizministerium.








