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Kaliningrad im Fokus: Russland äußert atomare Bedrohungen gegenüber der NATO

Moskau – Eine neue Eskalationsstufe zeichnet sich ab: Der Kreml hat der Nato unverblümt mit dem Einsatz von Atomwaffen gedroht, sollte das Militärbündnis versuchen, die russische Exklave Kaliningrad von der Landesfläche abzutrennen.

Putin stockt russische Armee weiter auf
http://www.kremlin.ru via Wikimedia Commons (CC BY 4.0)

Moskau – Eine neue Eskalationsstufe zeichnet sich ab: Der Kreml hat der Nato unverblümt mit dem Einsatz von Atomwaffen gedroht, sollte das Militärbündnis versuchen, die russische Exklave Kaliningrad von der Landesfläche abzutrennen. In einem offiziellen Schreiben werden der Allianz ein “gefährlicher und rücksichtsloser Kurs” vorgeworfen.

Das Schreiben suggeriert, dass die Nato sich mit militärischen Übungen in der Ostsee sowie durch die Mission “Baltic Sentry” auf eine mögliche Blockade Kaliningrads vorbereitet. Die Warnung ist unmissverständlich formuliert: Sollte ein Mitgliedstaat der Nato versuchen, die Exklave zu isolieren, werde Russland “alle ihm zur Verfügung stehenden Kräfte und Mittel einsetzen – einschließlich Atomwaffen”. Diese Informationen wurden zuerst von einer internationalen Wirtschaftszeitung bekannt gegeben.

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Die Reaktion der Nato ließ nicht lange auf sich warten. Bündnissprecherin Allison Hart kritisierte die “unverantwortliche nukleare Rhetorik” und betonte, dass die Allianz ein Verteidigungsbündnis sei, das keine Bedrohung für das russische Territorium darstelle. Zudem stellte sie klar, dass die Unterstützung für die Ukraine trotz dieser Drohungen unvermindert fortgeführt werde. Hart versicherte, dass die Nato über alle erforderlichen Mittel verfüge, um “jeden Zentimeter” ihres Bündnisgebiets zu verteidigen.

In einer Verteidigung der russischen Äußerungen wies Kreml-Sprecher Dmitri Peskow darauf hin, dass die “Hitzköpfe” in Europa an die grundlegenden Dokumente Russlands erinnert werden sollten.

Die Exklave Kaliningrad ist seit geraumer Zeit ein umstrittenes Gebiet zwischen Russland und der Nato. Strategisch gelegen zwischen Polen und Litauen an der Ostsee, ist die Region stark militarisiert. Russland hat dort bedeutende Flotteneinheiten sowie Raketensysteme stationiert, darunter auch atomwaffenfähige Iskander-Raketen. Von Kaliningrad aus kann Moskau einen Großteil Europas erreichen, wobei die Exklave im Krisenfall vom restlichen Staatsgebiet abgeschnitten werden könnte.

Die aktuellen Drohungen bezüglich Atomwaffen stehen im Kontext zunehmender Spannungen mit dem Westen. Kürzlich äußerte Belgiens Verteidigungsminister Besorgnis über einen “dunklen Winter” für Europa und warnte vor einer Zunahme russischer hybrider Angriffe, zu denen Sabotageakte, Cyberangriffe und Desinformationskampagnen zählen könnten.


Quellen: Bild, Die Zeit

Bildquelle: http://www.kremlin.ru via Wikimedia Commons (CC BY 4.0)

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

TS