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Klimaaktivisten stören Auftritt von Scholz in Erfurt

«Wo, wo, wo ist der Klimakanzler»: Olaf Scholz nimmt an einer Podiumsdiskussion beim Deutschen Katholikentag teil und wird von Klimaaktivisten unterbrochen.

Ein Aktivist der «Letzten Generation» hält ein Transparent während einer Podiumsdiskussion, an der Kanzler Olaf Scholz teilnimmt.
Foto: Kai Pfaffenbach/REUTERS POOL/dpa

Klimaaktivisten haben einen Auftritt von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) beim Deutschen Katholikentag unterbrochen. Sie riefen Fragen laut aus dem Publikum im Theater Erfurt, rollten ein Banner der Protestgruppe Letzte Generation aus und stimmten Sprechchöre an: «Wo, wo, wo ist der Klimakanzler».

Scholz versuchte bei der Podiumsdiskussion vor etwa 800 Menschen zunächst, etwas zu seiner Haltung zum Klimaschutz zu sagen, wurde aber niedergeschrien. Die Moderatorin unterbrach die Veranstaltung für einige Minuten. Das Publikum fing an zu singen: «Herr, gib uns deinen Frieden». Daraufhin beruhigte sich die Lage. Die Diskussion wurde fortgesetzt.

Habeck entschuldigt sich: Wohl erster Auftritt bei Katholikentag

Vizebundeskanzler Robert Habeck hat seinen Auftritt beim 103. Katholikentag in Erfurt mit einer Entschuldigung begonnen. Dass er nun offenbar zum ersten Mal an diesem Treffen der katholischen Laien teilnehme, sei ein «Versäumnis der Vergangenheit», sagte der Grünen-Politiker zu Beginn eines Podiumsgesprächs. Er verwies darauf, dass er im Grunde nur noch seinem vorgegebenen Terminplan folge, über den er keine Bestimmung mehr habe. «Ich habe die Kontrolle über mein Leben an der Stelle komplett verloren», sagte der Wirtschaftsminister und erntete damit Lacher aus dem Publikum. 

Die Zuschauer in der überfüllten Alten Oper hatten Habeck bereits mit großem Applaus begrüßt. Eine lange Warteschlange mit Interessierten hatte sich bereits lange vor Beginn des Podiums vor dem Veranstaltungsort gebildet.

Der Katholikentag, der am Mittwoch in der thüringischen Landeshauptstadt eröffnet wurde, dauert noch bis Sonntag. Es ist üblich, dass politische Prominenz an den Treffen der Gläubigen teilnimmt.

dpa