Kämpfe in Rafah, Geldmittel für Terroraktivitäten gefunden, Palästinenser berichten von 60 Leichen in Gaza.
Israel setzt Militäreinsätze im Gazastreifen fort

Israels Militär setzt eigenen Angaben zufolge seine Einsätze in mehreren Gebieten des Gazastreifens fort. So gebe es etwa Kämpfe in der Gegend der Stadt Rafah. «Die Truppen eliminierten zahlreiche Terroristen in Nahkämpfen und bei Luftangriffen», teilte die Armee mit. Im Zentrum des Küstengebiets hätten Einsatzkräfte «eine große Menge an Geldmitteln, genutzt für terroristische Aktivitäten» gefunden. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.
Laut palästinensischen Angaben hat sich die israelische Armee nach einer Woche aus den westlichen Vierteln Tal al-Hawa und Rimal der Stadt Gaza zurückgezogen. Ein Sprecher des von der Hamas kontrollierten Zivilschutzes sagte der Deutschen Presse-Agentur, dass seine Teams dort 60 Leichen gefunden hätten. Auch diese Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden. Israels Militär äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht zu den Berichten.
Armee weiter in UNRWA-Zentrale im Einsatz
Die Armee gibt an, dass der Einsatz in der Zentrale des Palästinenserhilfswerks UNRWA in Gaza noch andauert. Es kam zu Nahkämpfen zwischen Soldaten und Terroristen auf dem Gelände. Während des Einsatzes wurden auch Personen festgenommen, die versuchten zu fliehen.
Israelische Einsatzkräfte haben auch „von der Hamas genutzte Räume zur Überwachung sowie zahlreiche Waffen gefunden“. Nach Angaben des Militärs nutzen Mitglieder der Hamas und des Palästinensischen Islamischen Dschihads (PIJ) die UNRWA-Zentrale völkerrechtswidrig als Stützpunkte.
Ein Tunnel der Hamas verläuft auch unter dem Gelände. Dieser war bereits zuvor von den Einsatzkräften entdeckt worden. Auch diese Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden. Seit Kriegsbeginn gibt es in der UNRWA-Zentrale keinen regulären Betrieb der Helfer mehr.
Das Palästinenserhilfswerk schätzt, dass seit Beginn des Krieges mindestens 524 Vertriebene, die in Einrichtungen der Organisation Schutz gesucht hatten, getötet und mindestens 1606 weitere verletzt wurden. Die Armee versucht bei Angriffen auf die Gebäude nach eigenen Angaben, zivile Opfer zu vermeiden.








