Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Kommende Woche Warnstreiks in Unikliniken

Im Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst der Länder kommt es auch im Gesundheitsbereich zu Einschränkungen. Verdi kündigt für Anfang der Woche Aktionen an.

Notversorgung soll gewährleistet sein, geplante Operationen könnten verschoben werden. An Unikliniken soll in der kommenden Woche die Arbeit niedergelegt werden (Symbolbild)
Foto: Daniel Karmann/dpa

Patienten an Unikliniken müssen in der nächsten Woche mit Einschränkungen rechnen. Im Tarifstreit zwischen den Landes-Beschäftigten und den Bundesländern hat die Gewerkschaft Verdi für Dienstag und Mittwoch Warnstreiks angekündigt. Am Dienstag sollen bundesweit 22 Universitätskliniken teilnehmen. An den meisten Standorten wird der Streik auch am Mittwoch fortgesetzt.

Schon am Montag seien Warnstreiks in den Zentren für Psychiatrie in Baden-Württemberg geplant, hieß es in einer Verdi-Mitteilung weiter. «An den betroffenen Kliniken ist mit deutlichen Einschränkungen zu rechnen, für eine Notfallversorgung ist jedoch gesorgt», sagte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler. Möglich ist, dass planbare Operationen verschoben werden.

Gewerkschaften fordern sieben Prozent mehr

Verdi und der Beamtenbund dbb fordern sieben Prozent mehr Einkommen oder mindestens 300 Euro mehr. Insgesamt betrifft dies etwa 2,2 Millionen Beschäftigte. Die Verhandlungen werden direkt für über 900.000 Tarifbeschäftigte im öffentlichen Dienst der Länder geführt, mit Ausnahme von Hessen, das separat verhandelt. Das Tarifergebnis wird später auf die Landesbeamten und Versorgungsempfänger übertragen, wodurch auch etwa 1,3 Millionen Personen betroffen sind.

Eine zweite Verhandlungsrunde endete Ende der vergangenen Woche ohne Annäherung. Mitte Februar ist ein abschließendes Treffen in Potsdam geplant. Bis dahin werden die laufenden Warnstreiks voraussichtlich fortgesetzt oder sogar ausgeweitet.

Verhandlungen für Lehrkräfte, Pflegekräfte und auch Justiz

Es handelt sich konkret um die Gehaltstabellen für Lehrer an Schulen, Hochschullehrer, Ärzte an Universitätskliniken, Pflegekräfte. Auch der Strafvollzug und das Justizwesen sind betroffen.

Bundesweit gebe es in den Unikliniken und Psychiatrien eine hohe Bereitschaft, sich selbstbewusst für die eigenen Belange einzusetzen. «Die Krankenhausbeschäftigten werden in den kommenden Tagen zeigen, dass sie kampfbereit sind. Die Arbeitgeber sollten sich hier keine Illusionen machen.»

dpa