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Konkrete Vorwürfe gegen Mann nach Angriff auf US-Abgeordnete

Die linke Abgeordnete Omar aus Minneapolis ist immer wieder Ziel verbaler Attacken Trumps. Jüngst wurde sie dann von einem Mann in Minneapolis angegriffen. Nun gibt es konkrete Anschuldigungen.

Sie wurde bei einer Rede aus dem Publikum attackiert - die demokratische Abgeordnete Ilhan Omar. (Archivbild)
Foto: Richard Tsong-Taatarii/Star Tribune via AP/dpa

Nach dem Angriff auf die prominente demokratische US-Abgeordnete Ilhan Omar bei einem Auftritt in Minneapolis werden dem Tatverdächtigen konkrete Straftaten vorgeworfen. Der Mann soll Omar unter anderem tätlich angegriffen haben, wie aus einem bei einem Bundesgericht eingereichten Dokument hervorgeht. In einer Erklärung zu den Ermittlungen heißt es zudem, dass der Angeklagte einem Vertrauten vor einigen Jahren gesagt haben soll, jemand solle Omar umbringen.

Am Dienstagabend (Ortszeit) ereignete sich der Angriff. Während Omar in einer Rede den Rücktritt von Heimatschutzministerin Kristi Noem forderte, stand plötzlich ein Mann aus dem Publikum auf, näherte sich ihr, beschimpfte sie und spritzte sie mit einer Substanz an. Laut Gerichtsdokument nutzte er dafür eine Spritze, die Flüssigkeit enthielt unter anderem Apfelessig.

Die Sicherheitskräfte haben den Mann überwältigt und abgeführt – Omar fuhr mit ihrem Auftritt fort. „Man darf Angreifern nicht das letzte Wort überlassen“, sagte die 43-Jährige.

Trump greift Omar immer wieder verbal an

US-Präsident Donald Trump greift die schwarze Abgeordnete immer wieder heftig an. Mit Blick auf ihre somalische Wurzeln legte er der US-Bürgerin schon häufiger nahe, sie solle nach Somalia «zurückgehen». Der Sender ABC News berichtete, Trump habe in einem Telefoninterview am Abend des Angriffs gesagt, dass er keine Videoaufnahmen zu dem Angriff gesehen habe. Ohne Beweise dafür zu nennen, suggerierte er dem Sender zufolge, dass Omar den Angriff inszeniert haben könnte: «Wie ich sie kenne, hat sie sich wahrscheinlich selbst besprühen lassen.»

Die Stadt Minneapolis, die von Omar im Kongress vertreten wird, erlebt seit Wochen Unruhen. Der Grund dafür ist der massive und oft brutale Einsatz hochgerüsteter Bundes-Sicherheitskräfte, die Trumps strenge Abschiebepolitik durchsetzen. Selbst nach zwei Tötungen von US-Bürgern durch die Bundes-Sicherheitskräfte ist die Stimmung in der Stadt extrem angespannt.

dpa