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Rückschlag für Putin: Drohnen-Angriff sprengt Panzer weg & 200 Söldner TOT

Fünf endlose Monate voller Leid und Angst. Fünf Monate in denen die Ukrainer für ihre Freiheit kämpfen. Nicht immer ohne Erfolg!

Foto: Symbolbild von depositphotos

Erstmals seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine haben US-Außenminister Antony Blinken und sein Moskauer Kollege Sergej Lawrow Kontakt aufgenommen.

Die beiden Chefdiplomaten telefonierten am Freitag auf Initiative der US-Seite, während die Ukraine einmal mehr Russland Kriegsverbrechen vorwarf. Bei einem Angriff auf ein Lager mit ukrainischen Kriegsgefangenen starben mehr als 50 Menschen. Kiew gab Moskau die Schuld und sprach von «staatlichem Terrorismus». Russland wiederum warf der Ukraine vor, das Gefängnis mit einem Mehrfachraketenwerfer vom Typ Himars beschossen zu haben.

US-Chefdiplomat Blinken ging in dem Gespräch mit Lawrow auch auf den Krieg ein. Er habe Lawrow deutlich gesagt, dass die USA russische Pläne, weiteres Territorium der Ukraine zu annektieren, nicht akzeptieren würden. «Die Welt wird Annexionen nicht anerkennen. Wir werden Russland weitere erhebliche Kosten auferlegen, wenn es mit seinen Plänen fortfährt», sagte Blinken.

Nach Angaben des russischen Außenministeriums informierte Lawrow Blinken über den Gang der «militärischen Spezial-Operation» in der Ukraine. Der russische Chefdiplomat habe betont, dass alle Ziele in dem Land erreicht würden. Zugleich beklagte er demnach, dass die von den USA und von anderen Nato-Staaten gelieferten Waffen gegen die friedliche Bevölkerung eingesetzt würden. Der Konflikt würde dadurch nur in die Länge gezogen und die Zahl der Opfer erhöht.

Blinken spricht mit Lawrow über Austausch von Inhaftieren

Es habe am Freitagmorgen (Ortszeit) ein «offenes und direktes Gespräch» über ein Angebot zur Freilassung der in Russland inhaftierten US-Basketballerin Brittney Griner und des amerikanischen Staatsbürgers Paul Whelan gegeben, sagte Blinken in Washington. Blinken sagte, um die Freilassung Griners und Whelans zu erreichen, liege bereits seit Wochen ein Angebot auf dem Tisch.

Die US-Regierung gab bisher keine Details zu dem Angebot an Russland bekannt. In US-Medien wurde aber über einen Gefangenaustausch spekuliert. Demnach soll ein Austausch mit dem in den USA inhaftierten russischen Waffenhändler Viktor But (englisch: Bout) Teil des Angebots sein. Bereits im April hatten die USA und Russland inmitten des Ukraine-Kriegs überraschend Gefangene ausgetauscht.

Ukraine wirft Russland neues Kriegsverbrechen vor

Überschattet wurde das Telefonat vom Tod Dutzender Kriegsgefangener in einem Lager im Gebiet Donezk, die dort bei einem Angriff ums Leben kamen. «Dies ist eine weitere Bestätigung, dass Russland ein Terrorstaat ist», sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Freitagabend einer Mitteilung in seinem Telegram-Kanal. Es handle sich um ein «absichtliches Kriegsverbrechen», für das es «Vergeltung» geben werde, sagte er später in seiner abendlichen Videobotschaft.

«Es gibt ausreichend Beweise, dass dies ein geplantes Verbrechen war.» Mehr als 50 ukrainische Verteidiger seien auf zynische Weise ermordet worden. Selenskyj sprach von einem «Terroranschlag, der von russischen unmenschlichen Monstern in Oleniwka» verübt worden sei. «Die Vereinten Nationen (UN) und das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), die das Leben und die Gesundheit unserer Kriegsgefangenen garantieren sollten, müssen umgehend reagieren», forderte der Staatschef. Er bekräftigte Forderungen, Russland als «Terrorstaat» einzustufen. Das Land sei heute die «größte Quelle von Terrorismus» in der Welt.

Die UN müssten das Verbrechen aufklären, das IKRK müsse sich um die Lage der übrigen Gefangenen kümmern, sagte der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba. Es gab viele Verletzte. Russland hat nach eigenen Angaben Tausende ukrainische Kriegsgefangene. Medien zeigten Bilder von einem ausgebrannten Schlafsaal mit Leichen. Vor dem Gebäude mit Einschlaglöchern lagen mit Planen abgedeckte Körper.

Ukraines Verteidigungsminister Olexij Resnikow verglich die Tat von Oleniwka mit dem Massaker sowjetischer Soldaten in Katyn, die dort im Zweiten Weltkrieg 1940 Tausende polnische Gefangene erschossen und in Massengräbern verscharrt hatten. Russland sei ein Terrorstaat, der auf dem Schlachtfeld besiegt werden müsse, schrieb er auf Twitter.

Einen Tag nach dem Angriff auf das Lager veröffentlichte Russlands Verteidigungsministerium eine Liste mit Namen von 50 Toten und 73 Verletzten. Bei dem Angriff mit einem Mehrfachraketenwerfer vom Typ Himars sei der Großteil der 193 Kriegsgefangenen in Oleniwka im Gebiet Donezk getötet oder verletzt worden, teilte das Ministerium am Samstag mit. Zuvor war von mehr als 50 Toten die Rede.

Ex-US-General: Ukraine kann Gebiete von Russen zurückerobern

Der ehemalige US-General David Petraeus hält es für möglich, dass die Ukraine im Angriffskrieg von Russland eingenommene Gebiete zurückholen kann. «In der Tat scheint es immer wahrscheinlicher, dass die ukrainischen Streitkräfte einen Großteil, wenn nicht sogar alle Gebiete zurückerobern könnten, die in den letzten Monaten von den russischen Streitkräften eingenommen wurden», sagt er der «Bild» (Samstag). «Wenn die Nato und andere westliche Staaten weiterhin Ressourcen im derzeitigen Tempo bereitstellen» seien die ukrainischen Streitkräfte seines Erachtens in der Lage, «weitere russische Vorstöße zu stoppen und damit (zu) beginnen, die seit dem 24. Februar von den Russen eroberten Gebiete zurückzuerobern», so Petraeus.

London: Russische Truppen mit Fähren bei Cherson

Mit Pontonbrücken und einem Fährensystem versuchen russische Kräfte nahe der südukrainischen Stadt Cherson nach britischen Angaben, ihren Nachschub sicherzustellen. Damit solle ausgeglichen werden, dass nahe gelegene und strategisch wichtige Brücken seit ukrainischen Raketenangriffen unpassierbar seien, teilte das Verteidigungsministerium in London am Samstag unter Berufung auf Geheimdienstinformationen mit. Wegen der Brückenschäden drohten die russischen Truppen in Cherson, vom Nachschub abgeschnitten zu werden, hatte es am Vortag aus London geheißen.

Nach britischer Einschätzung stehen die von Russland eingesetzten Behörden in den besetzten Gebieten in der Südukraine unter zunehmendem Druck, die Kontrolle über die Region zu festigen. Ihre Aufgabe sei es, im Laufe des Jahres Referenden über den Beitritt zu Russland vorzubereiten, hieß es. So würden die russlandtreuen Verwalter die Bevölkerung wahrscheinlich zwingen, persönliche Daten preiszugeben, um Wählerverzeichnisse zu erstellen.

Horror-Angriff bei Donezk

Der russische Kreml, Wladimir Putin, hat in dieser Woche schon wieder einen herben Rückschlag im Ukraine-Krieg erlitten. Berichten zufolge wurden zwei seiner Top-Piloten durch eine von den USA gelieferte HIMARS-Präzisionsrakete getroffen und in den Tod gerissen.

Zudem wurde ein geheimer Stützpunkt Putins entdeckt. Ein herber Schlag für die Wagner-Gruppe, ein privates Militärunternehmen, welches vom Kreml-Chef kontrolliert wird. Die Kämpfer hatten sich in einer Turnhalle versteckt und bis zu 200 Söldner sollen bei dieser Operation getötet worden sein.

Drohnen-Angriff sprengt Russen-Panzer

Ein schockierendes Video, machte in dieser Woche die Runde. Nach einer gewaltigen Explosion steigen riesige Flammen in den Himmel. Wieder einmal mussten russische Truppen einen Rückschlag durch einen Drohnen-Angriff im Ukraine-Krieg hinnehmen.

dpa