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Krieg gegen die Ukraine: So ist die Lage

Es ist bereits das zweite Weihnachten im Krieg für die ganze Ukraine. Präsident Selenskyj erinnert insbesondere an die Soldaten, die die Feiertage an der Front erleben. Die News im Überblick.

Ein russischer Soldat patrouilliert durch einen zerstörten Bereich des Iljitsch Eisen- und Stahlwerks Mariupol.
Foto: Uncredited/AP/dpa

An Heiligabend hat sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mit einer Weihnachtsbotschaft an seine Landsleute gewandt und ihnen angesichts des seit fast zwei Jahren andauernden russischen Angriffskriegs Mut zugesprochen. «Am Ende wird die Dunkelheit verlieren. Das Böse wird besiegt», sagte Selenskyj in einer am Sonntag veröffentlichten Videobotschaft. An den Feiertagen bete das ganze Land zusammen, fügte er hinzu: «Für unsere Freiheit. Für unseren Sieg. Für unsere Ukraine.»

Der Präsident erinnerte an alle Familien, die in diesem Jahr erneut ohne ihre Ehemänner, Söhne und Väter feiern müssen, die in der Armee kämpfen. Und er dankte allen ukrainischen Soldaten, die Weihnachten in den Schützengräben an der Front verbringen. Gleichzeitig griff Russland erneut die Ukraine mit Drohnen an, am späten Abend wurden Explosionen aus der Region Odessa gemeldet.

Angesichts des russischen Angriffskriegs hat die Ukraine das bisher vor allem am 7. Januar gefeierte orthodoxe Weihnachtsfest mittlerweile auf den 25. Dezember verschoben. Die ukrainisch-orthodoxe Kirche, die lange Zeit mit Moskau verbunden war, ist die einzige, die am alten Termin festhält.

Deutscher Gottesdienst in Kiew

Der deutsche Pfarrer Wolfgang Heldt-Meyerding hat zum zweiten Mal einen Weihnachtsgottesdienst in der kriegsgeplagten ukrainischen Hauptstadt Kiew abgehalten. «Wir sind voller Sehnsucht nach Frieden, es ist das zweite Weihnachten, in dem es uns in unseren Herzen eng wird bei den Gedanken an Not und Tod, Schmerz und Trauer, die dieser Krieg verursacht», sagte der Flensburger in der deutschen Kirche St. Katharina in Kiew. In seiner Predigt erinnerte Heldt-Meyerding an die Opfer, aber auch an den Zusammenhalt der Ukrainer und die gegenseitige Hilfe der Menschen. Der Gottesdienst wurde zweisprachig – auf Deutsch und auf Ukrainisch – abgehalten.

Deutsche Weihnachtspredigten gehen auf Kriege ein

Auch in deutschen Kirchen war der Krieg in der Ukraine – ebenso wie der in Israel – Thema vieler Weihnachtspredigten. Die Konflikte mit ihren Tausenden von Opfern würden «mit zunehmendem Schrecken und Entsetzen wahrgenommen», sagte Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck am Abend nach vorbereitetem Redetext im Essener Dom. «Es gehört nicht nur zu den Paradoxien, sondern zudem zu den Abgründigkeiten dieser Konflikte, dass in der Ukraine mit dem Überfall der Russen Christen gegen Christen kämpfen.»

Was am Montag wichtig wird

Die Kämpfe in der Ukraine setzen sich auch an den Weihnachtsfeiertagen fort. Besonders intensive Gefechte finden weiterhin unter anderem um Awdijiwka im Gebiet Donezk statt.

dpa