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Krieg gegen die Ukraine: So ist die Lage

Rund 140 Zivilisten sollen auf einen Evakuierungszug gewartet haben, als ein russischer Angriff den Bahnhof von Cherson in der Südukraine traf. Mindestens ein Mensch wird getötet. Der Überblick.

Oberfeldwebel der Einheiten des Operativen und Territorialen Kommandos Ost der ukrainischen Nationalgarde erhalten eine Spezialausbildung unter Feldbedingungen.
Foto: -/Ukrinform/dpa

Nach offiziellen Angaben hat Russland den Bahnhof der Stadt Cherson in der Südukraine beschossen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, dass zum Zeitpunkt des Angriffs viele Zivilisten auf einen Evakuierungszug gewartet hätten. Die genaue Zahl der Todesopfer und Verletzten wird noch ermittelt. Der ukrainische Innenminister Ihor Klymenko berichtete auf Telegram von einem getöteten Polizisten und zwei weiteren Verletzten. Die Behörden gaben bekannt, dass mehr als 100 Zivilisten nun mit Bussen aus der Stadt in der Nähe der Frontlinie evakuiert und in Sicherheit gebracht werden sollen.

Cherson ist die Hauptstadt des Gebiets Cherson im Süden der Ukraine. Vor fast zwei Jahren wurde sie von russischen Truppen besetzt, aber von den Ukrainern später befreit. Seitdem sind die Menschen in Cherson regelmäßigem Beschuss durch die russische Armee ausgesetzt, die immer noch Gebiete auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses Dnipro kontrolliert.

Ukraine: Oberbefehlshaber gibt weitgehenden Rückzug aus Marjinka zu

Der ukrainische Oberbefehlshaber Walerij Saluschnyj gab zu, dass seine Truppen sich aus der vollständig zerstörten Kleinstadt Marjinka im östlichen Gebiet Donezk weitgehend zurückgezogen haben. Der General erklärte vor Journalisten in Kiew, dass sich die Streitkräfte im nördlichen Teil befinden und außerhalb von Marjinka neue Verteidigungslinien vorbereitet wurden. Tags zuvor hatte der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu die Eroberung der seit Februar 2022 umkämpften Stadt verkündet.

Neue russische Drohnenangriffe

In der Nacht zum Mittwoch wurden die südukrainische Hafenstadt Odessa und Cherson erneut von russischen Kampfdrohnen angegriffen. Die Flugabwehr in beiden Städten wurde aktiviert und es waren Explosionen zu hören. Das russische Militär hatte die Drohnen über das Schwarze Meer fliegen lassen.

Putin empfängt Staats- und Regierungschefs postsowjetischer Länder

Währenddessen empfing Russlands Präsident Wladimir Putin in St. Petersburg Vertreter der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) zu einem informellen Treffen. An einer Exkursion zum prächtigen Zarenschloss Peterhof und anderen Sehenswürdigkeiten nahmen unter anderem die Staats- und Regierungschefs von Belarus und den zentralasiatischen Republiken Kasachstan, Kirgistan, Usbekistan, Tadschikistan und Turkmenistan teil. Bei dem traditionell zum Jahresende stattfindenden Treffen waren auch die beiden verfeindeten Südkaukasus-Staaten Armenien und Aserbaidschan vertreten.

Was am Mittwoch wichtig wird

Die Kämpfe im Osten und Süden der Ukraine dauern an. Gemäß ukrainischer Darstellung gibt es weiterhin Gefechte in der Kleinstadt Marjinka im Donezker Gebiet, die nun größtenteils von den Russen besetzt ist.

dpa