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Selenskyj warnt vor Ausweitung russischer Angriffe

Die Besatzer bereiten sich auf Versuche vor, die Offensivaktionen auszuweiten. Gemeinsam müssen wir alles dafür tun, um diesen russischen Angriffsplan zu vereiteln.

Ersthelfer arbeiten nach einem russischen Angriff auf Charkiw am Einsatzort.
Foto: Yevhen Titov/ZUMA Press Wire/dpa

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat vor einer bevorstehenden Ausweitung der russischen Angriffe gewarnt. «Wir stehen gerade vor einer neuen Phase des Krieges», sagte Selenskyj am Freitag während einer Ehrung von Soldaten in der Region Chmelnyzkyj, wie aus einem Video hervorgeht. Dann fügte er hinzu: «Die Besatzer bereiten sich auf Versuche vor, die Offensivaktionen auszuweiten. Gemeinsam müssen wir (…) alles dafür tun, um diesen russischen Angriffsplan zu vereiteln.»

Von ukrainischer Seite aus, die sich seit über zwei Jahren gegen einen russischen Angriffskrieg verteidigt, ist die Situation an der Front derzeit äußerst schwierig. Das ukrainische Militär bestätigte kürzlich einen Durchbruch der Russen nahe des Ortes Otscheretyne im östlichen Teil von Donezk. Die milliardenschweren Hilfen des wichtigsten Verbündeten USA waren monatelang aufgrund eines innenpolitischen Streits in Washington blockiert und wurden erst in der vergangenen Woche freigegeben. Kiew hofft nun, dass die US-Waffen schnell eintreffen. Darüber hinaus fordert das angegriffene Land immer wieder mehr internationale Unterstützung bei Luftverteidigungssystemen.

Regierung macht Russland für Cyber-Angriff auf SPD verantwortlich

Nach neuen Erkenntnissen über angebliche russische Cyber-Angriffe, unter anderem auf die SPD, greift Deutschland zu scharfen diplomatischen Maßnahmen. Am Freitag bestellte das Auswärtige Amt einen hochrangigen russischen Diplomaten ein, den amtierenden Geschäftsträger, der die russische Botschaft in Abwesenheit des Botschafters leitet. Hintergrund sind vergangene Cyber-Angriffe auf die SPD und deutsche Unternehmen in den Bereichen Logistik, Rüstung, Luft- und Raumfahrt sowie IT-Dienstleistungen. Die Bundesregierung macht eine Einheit des russischen Militärgeheimdienstes dafür verantwortlich.

Russland verbietet Zuckerexporte bis Ende August

Russland verbietet bis Ende August weitgehend die Ausfuhr von Zucker. Die Maßnahme ziele darauf ab, «die Stabilität des inländischen Lebensmittelmarktes aufrechtzuerhalten», teilte die Regierung in Moskau mit. Vorgeschlagen hatte das Verbot im März das russische Landwirtschaftsministerium. Die Behörde erklärte, dass andernfalls ein Preisanstieg drohen könnte.

Was am Samstag wichtig wird

Die heftigen Kämpfe in der Ukraine dauern weiter an.

dpa