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Angriffe auf Krim: Zwei Tote, massive Attacke abgewehrt

Infolge ukrainischer Angriffe auf die Krim wurden zwei Menschen getötet. Anwohner berichteten von Explosionsgeräuschen und einer erfolgreichen Abwehr der Attacke.

Die Ukraine verteidigt sich seit Februar 2022 gegen den russischen Angriffskrieg. Immer wieder nimmt die ukrainische Armee dabei Militärstützpunkte auf der annektierten Krim ins Visier.
Foto: Uncredited/Maxar Technologies/AP/dpa

Als Folge von Angriffen aus der Ukraine auf die von Moskau annektierte Krim-Halbinsel im Schwarzen Meer wurden laut russischen Angaben mindestens zwei Menschen getötet. Krim-Statthalter Sergej Aksjonow teilte auf Telegram mit, dass das Gebiet rund um die Stadt Simferopol in der Nacht mit Raketen angegriffen wurde.

In sozialen Netzwerken berichteten Anwohner von Explosionsgeräuschen auch aus Regionen nahe der Krim-Städte Aluschta und Jalta. Im populären Telegram-Kanal «Shot» war von einer «massiven Attacke» die Rede, die die russische Luftverteidigung abwehren müsse. Aus Kiew gab es zunächst keine offizielle Reaktion.

Die Ukraine wehrt sich seit Februar 2022 gegen einen umfangreichen russischen Angriffskrieg. Immer wieder zielt die ukrainische Armee auf russische Militärstützpunkte auf der bereits 2014 annektierten Krim. Es gab auch erfolgreiche Angriffe gegen die dort stationierte russische Schwarzmeerflotte.

Nach Angriff auf Charkiw: Selenskyj fordert mehr Flugabwehr

Russland hatte unterdessen einmal mehr die ostukrainische Großstadt Charkiw beschossen und so mindestens sieben Menschen getötet und mehr als 20 weitere verletzt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj pochte deshalb erneut auf mehr Flugabwehrsysteme für sein Land. «Das passiert nur, weil die Ukraine weiter Einschränkungen bei ihrer Verteidigung hat», sagte er in seiner abendlichen Videoansprache mit Blick auf Charkiw.

Selenskyj teilte außerdem in seiner Ansprache mit, dass die ukrainische Armee erneut ein russisches Su-25-Kampfflugzeug abgeschossen habe.

Moskau warnt vor Erlaubnis für Angriffe auf russisches Gebiet

Moskau warnte die USA davor, der Ukraine Angriffe mit amerikanischen Waffen auf russisches Staatsgebiet zu erlauben. «Diese Haltung ist absolut unverantwortlich, die Position ist absolut gefährlich mit ihren Folgen», sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow dem russischen Staatsfernsehen. Er äußerte sich zu einem Bericht der US-Zeitung «New York Times», nach dem der amerikanische Außenminister Antony Blinken für solche Schläge gegen russisches Gebiet eintritt und Präsident Joe Biden zu einer Aufhebung der Einschränkungen bewegen will.

Putin unterschreibt Dekret zur Beschlagnahmung von US-Vermögen

Kremlchef Wladimir Putin hat ein Dekret unterzeichnet, das die Beschlagnahmung von amerikanischen Vermögenswerten als Reaktion auf den Zugriff auf russische Vermögenswerte in den USA vorsieht. Das Ziel ist es, den Schaden auszugleichen, den die unfreundlichen Handlungen der USA der Russischen Föderation und der Zentralbank Russlands zugefügt haben, wie es in dem in Moskau veröffentlichten Ukas Putins heißt. Gemäß diesem Dekret kann ein Gericht Vermögenswerte der USA und amerikanischer Bürger in Russland beschlagnahmen, zum Beispiel in Form von Aktien, Anteilen an Kapitalgesellschaften und Grundstücksrechten.

Was heute wichtig wird

Putin plant, bei seinem Besuch in Belarus, seinen Verbündeten, den autoritären Machthaber Alexander Lukaschenko, zu treffen.

dpa