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Erinnerung an das Ende des Zweiten Weltkriegs in Berlin

Gedenkveranstaltungen an sowjetischen Ehrenmälern mit russischem Botschafter und vereinzelten Zwischenfällen. Polizei zieht Einsatzfazit am Freitag.

Der russische Botschafter, Sergei Jurjewitsch Netschajew (M), steht am Sowjetischen Ehrenmal im Treptower Park vor Gedenkkränzen.
Foto: Christoph Soeder/dpa

Hunderte von Personen versammelten sich in Berlin an den Sowjetischen Ehrenmälern im Tiergarten und im Treptower Park, um an das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 79 Jahren zu erinnern. Der russische Botschafter Sergei Jurjewitsch Netschajew besuchte ebenfalls beide Orte.

Bei der Gedenkveranstaltung im Treptower Park empfing er russisch-orthodoxe Geistliche. An den Parkzugängen überprüfte die Polizei die Besucher auf verbotene Symbole und Gegenstände.

Am 8. Mai 1945 ergab sich Deutschland und der Zweite Weltkrieg endete in Europa. In Russland wird der Gedenktag am 9. Mai als Tag des Sieges über Nazideutschland gefeiert. Normalerweise legen auch Vertreter der russischen Botschaft in Berlin am 9. Mai Kränze an Gedenkstätten nieder.

Vereinzelte Zwischenfälle

Laut einer Polizeisprecherin kam es rund um die Gedenkstätte im Tiergarten zu vereinzelten Zwischenfällen am Nachmittag. Einige Personen wurden abgeführt, um ihre Personalien festzuhalten. Polizisten wurden beleidigt. Einige Teilnehmer zeigten Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen. Es wurde jedoch nicht bekannt, um welche genau es sich handelte. Die Polizei wird am Freitag eine Einsatzbilanz ziehen. Die meisten Besucher verhielten sich friedlich, legten Kränze und Blumen nieder, viele in militärischen Uniformen.

Auch die sowjetisch-nationalistischen Rockergruppe «Nachtwölfe» machte Station in Berlin und besuchte die beiden Gedenkstätten in Tiergarten und im Treptower Park. Besondere Vorkommnisse habe es dabei nicht gegeben, sagte die Polizeisprecherin.

Die Gruppe besucht seit Jahren verschiedene Gedenkorte anlässlich des Gedenktages. Die antiwestlichen «Nachtwölfe» gelten als Unterstützer des russischen Präsidenten Wladimir Putin und der prorussischen Separatisten in der Ostukraine. Am Mittwoch hatten Mitglieder des Motorradclubs Potsdam besucht. Schon in den vergangenen Jahren waren sie über die Slowakei, Österreich, Tschechien, Sachsen und Brandenburg nach Berlin gefahren.

dpa