Es ist das berüchtigtste Lager für Angehörige von IS-Kämpfern in Syrien. Nun kommt es dort zu schweren Kämpfen. Es drohen weiteres Chaos und Eskalation.
Kurden: Schwere Gefechte bei al-Hol-Lager in Syrien

Laut den kurdischen Angaben gibt es derzeit heftige Kämpfe rund um das berüchtigte al-Hol-Lager für Angehörige von IS-Kämpfern im Nordosten Syriens. Die Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) berichten von gewaltsamen Auseinandersetzungen mit den Kräften der Übergangsregierung.
Die Regierungstruppen dringen derzeit weiter in die kurdischen Gebiete in Nord- und Ostsyrien vor, die bisher von den SDF kontrolliert wurden. Ihr Ziel ist es, die bisher autonom verwalteten Gebiete unter ihre Kontrolle zu bringen. Die SDF waren wichtige Verbündete des US-Militärs im Kampf gegen den IS in Syrien.
Kurdische Verantwortliche warnen davor, dass das Vorrücken der Regierungstruppen und die daraus resultierenden Kämpfe zu Chaos führen könnten. Ein Kontrollverlust über die Gefängnisse oder Lager für IS-Kämpfer und ihre Angehörigen könnte das Erstarken des IS begünstigen und die gesamte Region in eine neue Phase von Gewalt und Instabilität stürzen.
Lager gilt als Nährboden für IS-Ideologie
Al-Hol wird seit langem als äußerst gefährlich angesehen. Insbesondere Angehörige von IS-Kämpfern befinden sich dort. Die kurdisch geführten Milizen kontrollieren das Lager und ähnliche Gefängnisse im Nordosten Syriens.
Seit Jahren warnen Menschenrechtsorganisationen vor der unsicheren Sicherheitslage. Aufgrund der Isolation der Bewohner gilt das Lager als Brutstätte für die Ideologie des IS. Die Bewohner berichten, dass sie in einer Art rechtsfreien Raum leben.








