Berlins Regierungschef Kai Wegner und Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch machen heute ihre Beziehung öffentlich. Sie sind nicht das erste Paar in der Politik.
Liebe mit Zugeständnissen: Liaisons im Polit-Betrieb

Liebe kann so unbeschwert sein. Aber wenn sie auf das politische Geschäft trifft, entstehen schnell Gedanken über Abhängigkeiten oder Machtkonzentration. Wie im Fall des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Kai Wegner, und der Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (beide CDU), gibt es Beziehungen zwischen deutschen Polit-Prominenten. Hier eine Auswahl:
Olaf Scholz und Britta Ernst (beide SPD)
Als der heutige Bundeskanzler 2011 aus der Bundespolitik als Regierender Bürgermeister ins Hamburger Rathaus wechselt, muss sich seine Ehefrau aus der Landespolitik zurückziehen. Die jahrelange Abgeordnete in der Bürgerschaft arbeitet danach zunächst für die SPD-Bundestagsfraktion in Berlin und wird später Landesministerin in Schleswig-Holstein und Brandenburg.
«Politisch halte ich es jedoch für vertretbar, wenn Ehepartner oder Lebensgefährten einer gemeinsamen Regierung angehören, sogar wenn ein Teil des Paares diese Regierung führt», erklärt sie damals. Im Dezember 2023 feierten Scholz und Ernst Silberhochzeit.
Oskar Lafontaine und Sahra Wagenknecht (beide damals Linke)
Ende 2011 wird die Beziehung des damaligen saarländischen Fraktionsvorsitzenden zur wirtschaftspolitischen Sprecherin der Bundestagsfraktion öffentlich. Schon zwei Jahre zuvor machten Gerüchte über die angebliche Liaison der beiden die Runde. Seinerzeit war «Lafo» noch Linken-Parteichef, das Amt des Vorsitzenden der Bundestagsfraktion hatte er gerade aufgegeben. Mittlerweile haben beide die Partei verlassen.
Boris Pistorius und Doris Schröder-Köpf (beide SPD)
Im Jahr 2016 wurden der ehemalige Innenminister in Niedersachsen und die Landtagsabgeordnete, die gleichzeitig das Ehrenamt der niedersächsischen Integrationsbeauftragten innehatte, ein Paar. Die Beziehung des jetzigen Bundesverteidigungsministers und der Ex-Frau von Altbundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) dauert bis 2022 an.
Sven Lehmann und Arndt Klocke (beide Grüne)
Als Lehmann im Jahr 2010 den Co-Landesvorsitz seiner Partei in Nordrhein-Westfalen von Klocke übernimmt, sind beide bereits ein Paar. Klocke tritt als stellvertretender Fraktionschef in den Düsseldorfer Landtag über. Lehmann ist heute der Queer-Beauftragte der Bundesregierung.
Frauke Petry und Marcus Pretzell (beide damals AfD)
Als die AfD-Vorsitzende ihre Liebesbeziehung im Jahr 2015 öffentlich macht, stellen sich einige Parteifreunde die Frage, ob der damalige nordrhein-westfälische Landeschef ihre politischen Entscheidungen möglicherweise beeinflusst hat. Im Jahr 2016 gehen sie eine Ehe ein. Mittlerweile haben beide die AfD verlassen.
Christian Ude und Edith von Walser-Ude (beide SPD)
Als der spätere Münchner Oberbürgermeister 1990 in den Stadtrat kommt, verlässt seine Ehefrau nach zwölf Jahren das Gremium. Vorher war sie stellvertretende Leiterin der SPD-Fraktion und wurde sogar als potenzielle Oberbürgermeisterin gehandelt. Danach wird sie zur Fotojournalistin.








