Die Linken-Chefin Ines Schwerdtner macht Enteignungspläne zur Koalitionsbedingung in Berlin und fordert, große Immobilienunternehmen in die Vergesellschaftung einzubeziehen. Dies könnte die Mietpreise langfristig stabilisieren und die Koalitionsverhandlungen zwischen den Parteien erheblich beeinf…
Linken-Chefin verknüpft Mietsenkung mit Enteignungsplänen für Berlin

Enteignungsforderungen der Linken als Koalitionskriterium in Berlin
In Berlin ist die Debatte um die Enteignung großer Immobilienkonzerne seit Jahren ein umstrittenes Thema. Die Linke hat nun entschieden, dieses Thema erneut in den Wahlkampf für das Abgeordnetenhaus zu integrieren und damit ihre potenziellen Koalitionspartner herauszufordern.
Ines Schwerdtner, die Vorsitzende der Linken, hat die Pläne zur Enteignung ihrer Partei verteidigt und diese als Bedingung für eine mögliche Regierungsbeteiligung in Berlin deklariert. Sie betonte, dass es notwendig sei, einen Teil der Wohnungen aus der Marktdynamik zu entziehen, um die Mietpreise langfristig zu senken oder zumindest zu stabilisieren. Schwerdtner wies darauf hin, dass auch zahlreiche Mitglieder der Sozialdemokratischen Partei (SPD) diese Auffassung teilen würden und bezeichnete das Vorhaben als ein „ursozialdemokratisches“ Anliegen.
Die Wahl zum Abgeordnetenhaus findet am 20. September statt. Aktuellen Umfragen zufolge liegt die Linke mit 21 Prozent vor der CDU, die bei 18 Prozent steht, gefolgt von den Grünen mit 17 Prozent und der SPD mit 12 Prozent. Eine mögliche rot-rot-grüne Koalition würde somit über eine klare Mehrheit im Parlament verfügen.
Schwerdtner stellte klar, dass die Linke nicht bereit sei, in ein Regierungsbündnis einzutreten, wenn die Enteignungsforderung nicht Teil des Regierungsprogramms wird. Sie äußerte:
„Das ist für uns ganz klar: Es wird mit der Berliner Linken in der Regierung vergesellschaftet werden.“
Diese Aussage verdeutlicht die Entschlossenheit der Linken, ihre Position in den Koalitionsverhandlungen zu wahren.
Die Reaktion von Steffen Krach, dem Spitzenkandidaten der SPD, der erklärte, dass seine Partei keine Enteignungen unterstützen werde, kommentierte Schwerdtner mit den Worten, dass die SPD in dieser Situation demütiger auftreten sollte. Dies verdeutlicht die Spannungen zwischen den Parteien und die Herausforderungen, die bei den bevorstehenden Koalitionsgesprächen zu erwarten sind.
Darüber hinaus distanzierte sich Schwerdtner von den Äußerungen ihres Co-Vorsitzenden Luigi Pantisano, der die CDU mit der AfD und Faschisten verglichen hatte. Diese Äußerungen bezeichnete sie als Fehler, für den sich Pantisano entschuldigt habe, und forderte die politischen Mitbewerber auf, dies anzuerkennen.
Vor etwa fünf Jahren hatte die Initiative „Deutsche Wohnen & Co enteignen“ einen Volksentscheid in Berlin gewonnen, der die Vergesellschaftung großer Immobilienunternehmen forderte. Diese Forderung wurde jedoch bislang nicht umgesetzt, was die Diskussion um die Enteignung in der Stadt weiter anheizt.
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Quellen: n-tv, Die Zeit
Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.








