Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

María Corina Machado fordert Oppositionspolitiker als Maduro-Nachfolger

Nach dem Militäreinsatz der USA sieht Machado die Zeit gekommen, Venezuela zu regieren und ruft die Streitkräfte zur Anerkennung des neuen Oberbefehlshabers auf.

Die Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado will die Einsetzung des Oppositionspolitikers Edmundo González Urrutia als Nachfolger von Maduro. (Archivbild)
Foto: eddy vittini/dpa

Die Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado fordert nach der Festnahme von Venezuelas Präsidenten Nicolás Maduro durch US-Spezialkräfte die Einsetzung des Oppositionspolitikers Edmundo González Urrutia als Nachfolger. Er habe die Präsidentenwahl vor eineinhalb Jahren gewonnen und sollte sein verfassungsmäßiges Amt nun unverzüglich antreten, heißt es in einer auf der Plattform X veröffentlichten Mitteilung Machados.

Nach dem Militäreinsatz der USA sei für die Opposition die Zeit gekommen, Venezuela zu regieren, schrieb Machado weiter. «Heute sind wir bereit, unser Mandat durchzusetzen und die Macht zu übernehmen. Bleiben wir wachsam, aktiv und organisiert, bis der demokratische Übergang vollzogen ist.» Sie rief die Streitkräfte des südamerikanischen Landes dazu auf, González als Oberbefehlshaber anzuerkennen.

US-Spezialkräfte nehmen Maduro gefangen

Die USA haben in der Nacht zum Samstag (Ortszeit) Ziele in Venezuela angegriffen, den autoritären Staatschef Maduro gefasst und außer Landes gebracht. Ihm soll nun in New York unter anderem wegen mutmaßlichen Drogenhandels der Prozess gemacht werden.

Es fragt sich nun, wer in Zukunft die Regierungsgeschäfte in Caracas führen wird. Gemäß der venezolanischen Verfassung würde Vizepräsidentin Delcy Rodríguez im Falle eines Ausfalls des Staatschefs die Regierungsgeschäfte bis zu Neuwahlen übernehmen. Als potenzielle Szenarien werden in der Verfassung unter anderem Tod, Rücktritt, Amtsenthebung oder Amtsverzicht genannt.

Außenminister hält an Maduro als Präsidenten fest

Da im vorliegenden Fall keiner dieser Gründe vorliegt, geht Venezuelas Außenminister allerdings davon aus, dass Maduro weiterhin Präsident ist. «Die Verfassung ist klar: Der gewählte Präsident, der verfassungsmäßige Präsident ist Nicolás Maduro Moros. Seine physische Anwesenheit in Venezuela muss von den USA sofort wieder hergestellt werden», sagte Yvan Gil im Staatsfernsehen.

Auch US-Präsident Donald Trump will nach eigenen Angaben über die politische Zukunft Venezuelas mitentscheiden. «Wir treffen diese Entscheidung jetzt. Wir können nicht riskieren, dass jemand anderes übernimmt und einfach so weitermacht», sagte er in einem Telefoninterview des Senders Fox News auf die Frage nach der politischen Zukunft Venezuelas. «Wir werden sehr involviert sein. Wir wollen Freiheit für die Menschen erreichen.»

dpa