Slomka betont die Gefahr der Fragmentierung und Polarisierung in der Medienlandschaft, hofft auf breite Formate für unterschiedliche Meinungen.
Journalistin Marietta Slomka warnt vor US-Verhältnissen in deutschen Medien

Die ZDF-Journalistin und «heute journal»-Moderatorin Marietta Slomka warnt vor US-ähnlichen Verhältnissen in der deutschen Medienlandschaft. «In den USA sagt es sehr viel über die politische Haltung aus, ob man CNN oder Fox News schaut. Diese Form der Fragmentierung halte ich für hochproblematisch», sagte die 56-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. «Ich hoffe sehr, dass wir uns in Deutschland nicht in diese Richtung bewegen.» Das sei eine Sorge, die sie wirklich habe.
Fox News wird in den USA als rechtskonservativer Sender angesehen und ist der Favorit von US-Präsident Donald Trump. Im Gegensatz dazu ist CNN kritisch gegenüber Trump eingestellt.
Slomka betonte vor diesem Hintergrund, dass sie es für einen großen Wert halte, dass es in Deutschland – zum Beispiel mit dem «heute journal» – immer noch Formate gebe, die nicht in eine bestimmte politische Bubble sendeten, sondern ein sehr breites Publikum erreichten. «Mit ganz unterschiedlichen Hintergründen, Meinungen und Erwartungen», so Slomka.
Zugleich schilderte sie ein bestimmtes gesellschaftliches Klima. «Wir erleben eine starke Polarisierung der Gesellschaft, die durch Clickbaiting, Emotionalisierung und Personalisierung ständig befeuert wird», sagte Slomka. «Und das auch ganz bewusst, gerade von populistischen Kräften.»
Die Journalistin präsentiert seit 2001 als Moderatorin das «heute journal» im ZDF. An diesem Donnerstag (29. Januar) jährt sich ihr Debüt bei dem Nachrichten-Flaggschiff zum 25. Mal.








