Im US-Bundesstaat Pennsylvania sind erstmals seit 35 Jahren zwei Menschen an Masern gestorben. Beide waren nicht geimpft, während die Gesundheitsbehörden auf die Bedeutung des MMR-Impfstoffs hinweisen, um weitere Ausbrüche zu verhindern.
Masern: Zwei Todesfälle in Pennsylvania nach 35 Jahren Nicht mehr

Erstmals seit 35 Jahren verzeichnet Pennsylvania zwei Masern-Todesfälle
Im US-Bundesstaat Pennsylvania sind zwei Menschen an Masern gestorben, was den ersten Todesfall in den letzten 35 Jahren darstellt. Diese tragische Nachricht wurde von der zuständigen Gesundheitsbehörde des Bundesstaates veröffentlicht. Beide Betroffenen hatten keinen Impfschutz. Gesundheitsministerin Debra Bogen äußerte ihr Beileid gegenüber den Hinterbliebenen.
Die Ministerin erläuterte, dass die Bevölkerung in Pennsylvania größtenteils unerfahren im Umgang mit der Krankheit sei, da Masern seit mehr als 30 Jahren in diesem Gebiet nahezu ausgerottet sind. Sie hob die Bedeutung des MMR-Impfstoffs hervor, welcher Masern, Mumps und Röteln vorbeugt und in zwei Dosen verabreicht wird. Laut dem Gesundheitsministerium gewährleistet dieser Impfstoff einen lebenslangen Schutz von 97 Prozent.
Masernfälle: Der aktuelle Stand und Risiken
Bislang wurden im Jahr 2026 in Pennsylvania 393 Masernfälle registriert. In den gesamten USA beläuft sich die Fallzahl bis Ende Juli auf über 2300, was die Gesamtzahl des Jahres 2025 übersteigt. Ohne den notwendigen Schutz können Masern zu schweren Komplikationen und sogar zum Tod führen. Im vergangenen Jahr starben zwei Kinder in Texas sowie ein Mann in New Mexico an den Folgen von Masern. Die Übertragung der Viren erfolgt durch das Einatmen von ansteckenden Tröpfchen, die über längere Zeit in der Luft verbleiben können.
Rückgang der Impfquote in den Vereinigten Staaten
Daten der CDC zeigen einen alarmierenden Rückgang der Impfquote im Laufe der Jahre. Dies korreliert mit einem Anstieg der Masernfälle im ganzen Land. In diesem Jahr wurden die meisten Masernfälle seit 35 Jahren verzeichnet. Vor einem Jahrzehnt lag die Impfquote unter Vorschulkindern bei 94,7 Prozent, während sie derzeit um 2,3 Prozentpunkte gesunken ist.
Andrew Racine, Präsident der American Academy of Pediatrics, betont, dass selbst ein kleiner Rückgang der Impfquote zu vermehrten Ausbrüchen führen kann, da für die Erreichung der Herdenimmunität mehr als 95 Prozent der empfänglichen Personen geimpft sein müssen.
Politische Einflüsse auf die Impfpolitik
Die CDC wird von Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. geleitet, der eine skeptische Haltung gegenüber Impfungen einnimmt. US-Präsident Donald Trump hat kürzlich angeordnet, die Anzahl der empfohlenen Impfungen zu verringern und plädiert dafür, die Kombi-Impfungen gegen Masern, Mumps und Röteln auf mehrere Arztbesuche aufzuteilen. Trump äußerte, dass diese Impfstoffe möglicherweise “ziemlich tödlich” sein könnten, ohne jedoch stichhaltige Beweise zu liefern.
Die CDC hat betont, dass es keine wissenschaftlichen Nachweise für einen speziellen Vorteil bei der Aufteilung des MMR-Impfstoffs gibt. Zudem sind Einzelimpfstoffe gegen Masern, Mumps und Röteln in den USA momentan nicht verfügbar. Gesundheitsexperten warnen davor, dass zusätzliche Arzttermine dazu führen können, dass Kinder über einen längeren Zeitraum ungeschützt bleiben oder notwendige Impfungen ausfallen. Die Zahl der Masernfälle hat bereits ein besorgniserregendes Niveau erreicht.
Historischer Überblick über Masern in den USA
Im Jahr 2000 wurde die Krankheit in den USA als besiegt betrachtet, mit nur sporadischen Ausbrüchen in den folgenden Jahren. In den letzten anderthalb Jahren, seit Trump im Januar 2025 das Amt übernommen hat, wurden jedoch mehr Fälle registriert als in den 25 Jahren zuvor zusammen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Impfpolitik der US-Regierung scharf kritisiert und erklärt, dass diese nicht im Einklang mit dem aktuellen Stand der Wissenschaft steht.
Quellen: n-tv, RTL
Bildquelle: United States Department of Health and Human Services via Wikimedia Commons (Public domain)
Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.








