Kommandeur Gregory Bovino ist zum Gesicht der umstrittenen Einsätze von Bundesbeamten in Minneapolis geworden. Jetzt soll er nach Medienberichten abgezogen werden.
Medien: Grenzschutz-Kommandeur soll Minneapolis verlassen

Der umstrittene Kommandeur der Grenzschutzbehörde, Gregory Bovino, wird laut Medienberichten bald Minneapolis verlassen. Neben ihm sollen auch einige seiner Grenzschutzbeamten in Kürze abgezogen werden, wie CNN und CBS News berichteten. Die Informationen stammen von Quellen, die mit der Angelegenheit vertraut sind. Laut CNN sollen die Beamten am Dienstag die Stadt verlassen.
Am Samstag wurde der US-Bürger Alex Pretti bei einem Einsatz von Bundesbeamten in einer Stadt im Norden der USA durch Schüsse getötet. Seitdem haben sich Proteste gegen die Trump-Regierung und ihre strenge Abschiebepolitik sowohl in der Stadt als auch landesweit verstärkt. Aus diesem Grund planen die Demokraten, auch die Haushaltsmittel für Migrationsbehörden zu blockieren.
Bovino ist ein zentraler Akteur der umstrittenen Einsätze der Bundesbeamten in der demokratisch regierten Stadt im US-Bundesstaat Minnesota geworden. Er hatte nach dem Tod Prettis in einem CNN-Interview gesagt, dass die Beamten die «Opfer» seien. Auch wegen seines rigorosen Auftretens, gekleidet mit einem auffälligen Mantel, hatten Kritiker Vergleiche zu Nazi-Methoden gezogen. Bovino hatte das zurückgewiesen.
Die Medienberichte erscheinen kurz nach der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, dass er den ehemaligen kommissarischen Leiter der Einwanderungsbehörde ICE, Tom Homan, nach Minnesota schickt, nachdem ein US-Bürger bei einem Einsatz von Bundesbeamten erschossen wurde. Regierungssprecherin Karoline Leavitt ergänzte, dass Homan die Einsätze vor Ort überwachen werde. Homan ist seit langem für die Aufsicht über Trumps Abschiebepolitik zuständig und gilt als Hardliner.
Nach einem Gespräch zwischen Trump und dem Gouverneur von Minnesota, Tim Walz, wurde die Ankündigung gemacht. Der Demokrat hatte die US-Regierung aufgefordert, die Bundesbeamten, die in die Stadt für Abschiebe-Razzien geschickt wurden, abzuziehen.
Die Regierungssprecherin hatte am Mittag (US-Ortszeit) auf die Frage nach Journalisten, ob Bovino in Minnesota bleiben werde, nicht eindeutig geantwortet: Er sei ein «hervorragender Profi» und werde weiterhin die Grenzschützer im ganzen Land leiten.








