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US-Militär reagiert auf tödlichen Angriff proiranischer Milizen mit Gegenschlägen im Irak und in Syrien

Das US-Militär hat auf den tödlichen Angriff proiranischer Milizen in Jordanien reagiert und Ziele im Irak und in Syrien angegriffen, um Vergeltung zu üben.

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Foto: ---/dpa-Infografik/dpa

Gemäß US-Regierungsvertretern, einschließlich der Sender CNN und Fox News, hat das US-Militär als Reaktion auf den tödlichen Angriff proiranischer Milizen in Jordanien mit Gegenschlägen auf Ziele im Irak und in Syrien reagiert.

Am Sonntag waren bei einem Drohnenangriff proiranischer Milizen in Jordanien in der Nähe der syrischen Grenze drei US-Soldaten getötet worden. Zahlreiche weitere Soldaten wurden verletzt. Biden machte «radikale, vom Iran unterstützte militante Gruppen» für den Angriff verantwortlich und drohte mit Vergeltung. Am Mittwoch schrieb die US-Regierung die Attacke offiziell einer Gruppe mit dem Namen «Islamischer Widerstand im Irak» zu, die den Angriff zuvor bereits für sich reklamiert hatte. 

Es handelt sich um eine Dachgruppe für proiranische Milizen im Irak, die gemeinsam unter diesem allgemeinen Namen auftreten, seit den Terrorakten der islamistischen Hamas am 7. Oktober in Israel. Eine dieser Milizen ist die vom Iran unterstützte Kataib Hisbollah. Sie ist eine der stärksten Milizen im Irak und fordert den Abzug der US-Truppen aus dem Land. Der Nordosten Jordaniens, wo der tödliche Angriff auf die US-Soldaten stattfand, grenzt sowohl an Syrien als auch an den Irak.

Fast tägliche Angriffe

Seit dem Beginn des Gaza-Kriegs zwischen Israel und der Hamas im Oktober haben proiranische Milizen nahezu täglich Angriffe auf US-Militärstützpunkte im Irak und in Syrien durchgeführt. Als Reaktion darauf haben die USA Luftangriffe in beiden Ländern durchgeführt. Darüber hinaus greifen die jemenitischen Huthi, aus Solidarität mit der Hamas, wiederholt Frachtschiffe im Roten Meer an. Als Antwort darauf haben die USA und Großbritannien mit Unterstützung ihrer Verbündeten Militäraktionen gegen die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen durchgeführt. Die Luftangriffe der USA haben die Milizen bisher nicht davon abgehalten, weitere Angriffe zu verüben. Die Sorge vor einer Eskalation nimmt zu.

Für US-Präsident Biden stellt das Vorgehen gegen die Milizen eine schwierige Gratwanderung dar. Einerseits möchte er verhindern, dass sein Land in einen regionalen Konflikt im Nahen Osten hineingezogen wird. Andererseits strebt er danach, Entschlossenheit zu zeigen und die Angriffe zu beenden. Gleichzeitig steht er in den USA unter Druck – einige Republikaner fordern energischere Gegenmaßnahmen gegen die Angriffe auf das US-Militär.

dpa