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Mehr als 30 Kubaner bei US-Angriff auf Venezuela getötet

Zahlreiche Soldaten und Geheimdienstler des wichtigen Verbündeten Kuba sind in Venezuela im Einsatz. Viele kamen bei dem US-Angriff und der Festnahme Maduros ums Leben – womöglich seine Leibwächter.

Beim Angriff auf Caracas wurden auch viele Kubaner getötet. (Symbolild)
Foto: Uncredited/©2026 Vantor/AP/dpa

Beim Überfall des US-Militärs auf Venezuela und der Festnahme des autoritären Staatschefs Nicolás Maduro kamen auch 32 Angehörige kubanischer Sicherheitskräfte ums Leben. Sie waren auf Ersuchen der venezolanischen Behörden in das südamerikanische Land entsandt worden, wie die regierende Kommunistische Partei Kubas mitteilte.

«Getreu ihrer Verantwortung für Sicherheit und Verteidigung erfüllten unsere Landsleute würdig und heldenhaft ihre Pflicht und fielen nach hartem Widerstand im direkten Kampf gegen die Angreifer oder infolge der Bombardierung der Einrichtungen», hieß es in der Mitteilung. 

Kubaner seit vielen Jahren in Venezuela im Einsatz

Experten zufolge sind kubanische Sicherheitskräfte seit langem in Venezuela tätig, um die Streitkräfte zu unterstützen, darunter auch Geheimdienstagenten aus Kuba, die Soldaten disziplinieren.

Auch für die persönliche Sicherheit Maduros sollen vor allem kubanische Leibwächter verantwortlich gewesen seien. «Viele Kubaner wurden gestern getötet, als sie versuchten, ihn zu beschützen», sagte US-Präsident Donald Trump. Das venezolanische Verteidigungsministerium teilte mit, dass bei dem US-Einsatz «ein Großteil» von Maduros Sicherheitsteam getötet worden sei. 

US-Spezialkräfte setzen Maduro fest

In der Nacht auf Samstag griffen die USA eine Reihe von Zielen in Venezuela an, nahmen den autoritären Präsidenten Maduro fest und brachten ihn außer Landes. Ihm soll in New York wegen Drogendelikten der Prozess gemacht werden.

US-Außenminister Marco Rubio bezeichnete die Regierung in Kuba als «riesiges Problem». Das sagte er im US-Sender NBC News auf die Frage, ob nach dem US-Angriff auf Venezuela nun ein Einsatz gegen Kuba folgen werde. Zwar wolle er nicht über zukünftige Schritte der US-Regierung mit Blick auf Kuba sprechen. «Aber ich denke, es ist kein Geheimnis, dass wir keine großen Fans des kubanischen Regimes sind.» Dieses habe Venezuelas entmachteten Staatschef Maduro unterstützt, sagte Rubio weiter. 

Kuba seit Jahrzehnten Erzfeind der USA

Kuba wird seit dem Sieg der Revolution 1959 autoritär regiert. Die Kommunistische Partei kontrolliert Staat, Wirtschaft und Gesellschaft. Andere Parteien sind auf der sozialistischen Karibikinsel nicht zugelassen. Nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten sind über 1.000 politische Gefangene in Haft. Die Beziehungen zwischen Havanna und Washington sind seit Jahrzehnten angespannt – Schritte zu einer vorsichtigen Annäherung unter US-Präsident Barack Obama hat Donald Trump wieder rückgängig gemacht.

dpa