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Migration: Mehrheit traut Ampel keine Lösungen zu

In diesem Jahr ist die Zahl der Asylanträge in Deutschland deutlich gestiegen. Das stellt die Bundesregierung vor große Herausforderungen. Einen Vertrauensvorschuss bekommen sie einer Befragung zufolge nicht.

Geflüchtete gehen einer Landesaufnahmebehörde. Von Januar bis November 2023 haben in Deutschland rund 305.000 Menschen erstmals einen Asylantrag gestellt.
Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Laut einer Umfrage haben mehr als 66,6% der Bürger kein Vertrauen in die Bundesregierung, wenn es um Lösungen für die Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Thema Migration geht.

In der Befragung des Meinungsforschungsinstituts Yougov für die «Welt am Sonntag» erklärten rund 69 Prozent, dass sie der Ampel dies «überhaupt nicht» oder «eher nicht» zutrauten. Rund 23 Prozent gaben an, dies der Regierungskoalition «eher» oder «voll und ganz» zuzutrauen. Rund 9 Prozent antworteten mit «weiß nicht». Befragt wurden vom 15. bis zum 19. Dezember mehr als 2000 Menschen.

Zwischen Januar und November 2023 haben ungefähr 305.000 Menschen in Deutschland zum ersten Mal einen Asylantrag gestellt. Das ist ein Anstieg von etwa 60 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Im November hatten Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder bei einem Gipfeltreffen über Asyl die Vereinbarung zur Aufteilung der Kosten für Flüchtlinge getroffen und Maßnahmen zur Reduzierung der illegalen Migration nach Deutschland vereinbart. Die Bundesregierung wollte außerdem prüfen, ob Asylverfahren in sicheren Staaten außerhalb Europas möglich sind. Zuletzt hatte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) ein weiteres Spitzentreffen zum Thema Migration für Anfang 2024 vorgeschlagen.

dpa