Polizeieinsatz wegen Verdachts auf Russland-Spionage: Auch ein Ex-Offizier der Bundeswehr und ein Beamter sind unter Verdacht.
Einsatz wegen Spionage: Ex-Bundeswehrleute unter Verdacht

Der Polizeieinsatz, der von der Bundesanwaltschaft angeordnet wurde, wegen mutmaßlicher Spionage für Russland richtet sich laut Informationen der Deutschen Presse-Agentur auch gegen zwei ehemalige Mitglieder der Bundeswehr. Es handelt sich um einen kürzlich in den Ruhestand getretenen Stabsoffizier sowie einen Beamten des höheren Dienstes, der die Bundeswehr vor über 15 Jahren verlassen hat, wie es aus Militärkreisen heißt.
Die Bundesanwaltschaft hat zuvor bekannt gegeben, dass sie in Berlin eine vermutliche Spionin festgenommen hat, die angeblich für Russland tätig war. Laut der Karlsruher Behörde soll die Deutsch-Ukrainerin unter anderem Informationen über den Krieg in der Ukraine für einen russischen Geheimdienst beschafft haben.
Es wurde erwähnt, dass das Verteidigungsministerium über die Maßnahmen des Bundeskriminalamts im Auftrag des Generalbundesanwalts informiert sei. Der Militärische Abschirmdienst (MAD) sei von Anfang an in die Ermittlungen eingebunden gewesen.
Die beiden beschuldigten Männer stehen demnach im Verdacht, «gegenüber einer beschuldigten Mittelsperson, die mutmaßlich im Auftrag des russischen Nachrichtendienstes handelte und heute aufgrund eines Haftbefehls des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs festgenommen wurde, dienstliche Informationen preisgegeben zu haben».
Die beiden ehemaligen Bundeswehrangehörigen sollen ihre Kontakte in die Bundeswehr genutzt haben, um Informationen weiterzugeben. Ob diese Informationen wissentlich an einen ausländischen Nachrichtendienst übermittelt wurden, wird derzeit untersucht.








