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Nach Raketenangriff: Pakistan greift Ziele im Iran an

Trotz kürzlicher Annäherungen eskaliert die Lage: Nach iranischen Raketenangriffen auf Extremistengruppen schlägt Islamabad zurück. Dabei sollen drei Frauen und vier Kinder ums Leben gekommen sein.

Hohe Sichherheitsmaßnahmen am Haupteingang des pakistanischen Außenministeriums in Islamabad.
Foto: Anjum Naveed/AP/dpa

Nachdem Extremisten im Iran Raketenangriffe auf pakistanischem Staatsgebiet durchgeführt hatten, hat Pakistan als Vergeltung Ziele im Iran mit Raketen angegriffen.

Laut dem pakistanischen Außenministerium richteten sich die Angriffe in der Provinz Sistan und Belutschistan am frühen Morgen gegen Extremisten, ähnlich wie beim vorherigen iranischen Militärschlag. Gemäß der iranischen Nachrichtenagentur Irna kamen bei den Angriffen drei Frauen und vier Kinder ums Leben.

Am Dienstagabend griff der Iran Ziele der extremistischen Dschaisch al-Adl in Pakistan an. Laut pakistanischen Angaben kamen dabei zwei Kinder ums Leben. Bereits in der Nacht zuvor hatte die iranische Revolutionsgarde (IRGC) auch Ziele im Nachbarland Irak und Syrien mit ballistischen Raketen angegriffen.

Pakistan, eine Atommacht, hat die iranischen Angriffe auf sein Staatsgebiet scharf verurteilt und daher am Mittwoch seinen Botschafter aus Teheran zurückgerufen.

Die Verstimmung kam nach den neuesten positiven Entwicklungen in den Beziehungen beider Länder. Am Dienstag trafen sich Irans Außenminister Hussein Amirabdollahian und Pakistans geschäftsführender Premierminister Anwaarul Haq Kakar beim Weltwirtschaftsforum in Davos, Schweiz. Die Nachbarländer führten auch eine gemeinsame Marineübung durch.

dpa