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EU bekundet Beileid nach Tod von iranischem Präsidenten

Die EU drückt ihr aufrichtiges Beileid zum Tod von Präsident Raisi und Außenminister Abdollahian sowie anderer Mitglieder ihrer Delegation und der Besatzung bei einem Hubschrauberunfall aus.

Ebrahim Raisi hat den Absturz des Präsidenten-Hubschraubers im Iran nicht überlebt.
Foto: Seth Wenig/AP

Nach dem Tod des iranischen Präsidenten Ebrahim Raisi hat EU-Ratschef Charles Michel im Namen der EU sein Beileid bekundet. «Die EU drückt ihr aufrichtiges Beileid zum Tod von Präsident Raisi und Außenminister Abdollahian sowie anderer Mitglieder ihrer Delegation und der Besatzung bei einem Hubschrauberunfall aus», schrieb Michel auf seinem offiziellen Account auf X. «Unsere Gedanken sind bei den Familien.»

https://x.com/CharlesMichel/status/1792438047058890987

Raisi und der iranische Außenminister Hussein Amirabdollahian waren am Sonntag bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben gekommen. Raisi war knapp drei Jahre lang Präsident des Irans. In seiner früheren Funktion als Staatsanwalt soll er im Jahr 1988 für zahlreiche Verhaftungen und Hinrichtungen politischer Dissidenten verantwortlich gewesen sein, weshalb seine Gegner ihm den Beinamen «Schlächter von Teheran» verpassten.

Die EU hat erst letzte Woche ihre bisherigen Sanktionen gegen den Iran verschärft. Dies geschah vor allem aufgrund des iranischen Großangriffs auf Israel mit Drohnen und Raketen Mitte April, der auf eine mutmaßliche israelische Attacke auf die iranische Botschaft in der syrischen Hauptstadt Damaskus folgte. Die EU hat auch aufgrund schwerwiegender Menschenrechtsverstöße Sanktionen gegen das Land verhängt.

Putin würdigt Raisi als Freund Russlands

Kremlchef Wladimir Putin hat Raisi als einen herausragenden Politiker und wahren Freund Russlands gewürdigt. «Er wurde von seinen Landsleuten zu Recht hoch geachtet und genoss im Ausland großes Ansehen», hieß es in einem Beileidsschreiben Putins an den iranischen Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei.

«Als wahrer Freund Russlands leistete er einen unschätzbaren persönlichen Beitrag zur Entwicklung der gutnachbarlichen Beziehungen zwischen unseren Ländern und unternahm große Anstrengungen, um sie auf die Ebene einer strategischen Partnerschaft zu bringen.» Die Beziehungen zwischen Teheran und Moskau sind traditionell eng.

Putin betrachtet Teheran als einen wichtigen Partner in seinem Streben nach einer Weltordnung ohne Dominanz der USA. Er schätzt insbesondere die Unterstützung des Iran während seines Angriffskrieges gegen die Ukraine. Raisi und Putin haben regelmäßig miteinander kommuniziert. Die Ukraine hat wiederholt beklagt, dass der Iran Russland trotz Sanktionen mit Drohnen und anderen Waffen beliefert.

Putin sagte, dass er den «bemerkenswerten» Menschen Raisi für immer in guter Erinnerung behalten werde. An Chamenei schrieb er: «Bitte übermitteln Sie der Familie und den Freunden des verstorbenen Präsidenten und all der anderen, die bei dieser schrecklichen Katastrophe ihr Leben verloren haben, mein aufrichtiges Mitgefühl und meine Unterstützung! Ich wünsche ihnen und dem gesamten iranischen Volk seelische Stärke angesichts eines so schweren und unwiederbringlichen Verlustes.»

Der Präsident der Türkei, Recep Tayyip Erdogan, hat sein Beileid auch dem Iran ausgesprochen. In einem Beitrag auf der Plattform X kondolierte er dem iranischen Volk und den Familien Raisis sowie den weiteren Verstorbenen.

Aserbaidschanischer Präsident bestürzt

Der aserbaidschanische Präsident Ilham Aliyev zeigt sich kurz nach einem Treffen mit dem iranischen Kollegen Ebrahim Raisi bestürzt. «Mit Präsident Ebrahim Raisi hat das iranische Volk einen herausragenden Staatsmann verloren, der seinem Land sein ganzes Leben lang mit Hingabe und Einsatz gedient hat. Sein Andenken wird immer in unseren Herzen weiterleben», hieß es in einem Beileidstelegramm Aliyevs an den iranischen Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei.

https://x.com/presidentaz/status/1792459656918659214

Der aserbaidschanische Präsident war der letzte Staatsmann, der Raisi lebend gesehen hatte. Auf der Internetseite Aliyevs gab es Fotos und ein Video von dem «historischen Besuch».

dpa