Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Nächster Abgang: Trump setzt die nächste Ministerin ab

US-Präsident Donald Trump hat seine Justizministerin Pam Bondi entlassen, nachdem Gerüchte über ihre Abberufung bereits kursierten. Vize-Justizminister Todd Blanche übernimmt vorübergehend, während Trump über Bondis Umgang mit den Epstein-Akten unzufrieden war.

Nächster Abgang: Trump setzt die nächste Ministerin ab
United States Department of Justice via Wikimedia Commons (Public domain)

US-Präsident Donald Trump hat seine Justizministerin Pam Bondi abgesetzt. Dies geschieht nur kurze Zeit nach der Entlassung von Heimatschutzministerin Kristi Noem. Trump gab die Entscheidung über die Abberufung Bondis auf der Plattform Truth Social bekannt.

„Wir schätzen Pam sehr, und sie wird eine dringend benötigte und wichtige neue Position in der Privatwirtschaft übernehmen, die in Kürze bekanntgegeben wird“, erklärte Trump. Vize-Justizminister Todd Blanche wird vorübergehend die Aufgaben von Bondi übernehmen.

Blanche äußerte sich auf X und bedankte sich bei Trump für das entgegengebrachte Vertrauen. Er betonte, dass das Ministerium weiterhin das Gesetz durchsetzen und alles dafür tun werde, die Sicherheit der USA zu gewährleisten. Zudem lobte er Bondis Führung und Freundschaft während ihrer Amtszeit.

Interne Spannungen und Gerüchte

Bereits seit einiger Zeit gab es Spekulationen über eine mögliche Entlassung Bondis. Die 60-Jährige ist die zweite Ministerin, die innerhalb weniger Wochen aus Trumps Kabinett ausscheidet. Laut Berichten der „New York Times“ soll Trump zunehmend unzufrieden mit Bondis Amtsführung und ihrem Umgang mit den Epstein-Akten gewesen sein.

Bondis Verantwortung in der Epstein-Affäre

Jeffrey Epstein, ein wohlhabender Finanzier, war in der Vergangenheit in einen Missbrauchsskandal verwickelt, der zahlreiche junge Frauen und Minderjährige betraf. Epstein, der 2019 in seiner Gefängniszelle starb, hatte enge Verbindungen zur amerikanischen High Society. Die Veröffentlichung der Ermittlungsakten zu diesem Fall hat erneut für Aufsehen gesorgt.

Die US-Regierung versucht, Trump von diesem Skandal fernzuhalten, doch die Veröffentlichung der Akten fiel in Bondis Zuständigkeitsbereich. Kritiker bemängelten die zahlreichen geschwärzten Stellen in den Dokumenten und Bondis widersprüchliche Aussagen zur Existenz einer angeblichen Kundenliste von Epstein.

Unzufriedenheit über Bondis Amtsführung

Trump soll laut der „New York Times“ auch unzufrieden gewesen sein, dass Bondi nicht entschlossen genug gegen seine politischen Gegner vorgegangen ist. Der Präsident hatte in der Vergangenheit deutlich gemacht, dass er von seinem Justizministerium eine aktive Verfolgung seiner Widersacher erwartet.

Im September hatte Trump Bondi über soziale Medien direkt aufgefordert, gegen Personen vorzugehen, die er als Feinde betrachtet. Traditionell haben US-Präsidenten großen Wert auf die Unabhängigkeit der Justiz gelegt, was in Trumps Fall jedoch nicht immer der Fall zu sein scheint.

Bondis Rolle als Vertraute Trumps

Bei ihrer Ernennung galt Bondi als enge Vertraute Trumps. Der Präsident hatte bei ihrer Nominierung auf ihre 20-jährige Erfahrung als Staatsanwältin verwiesen. Bondi hatte Trump bereits während seines ersten Amtsenthebungsverfahrens im Jahr 2019 unterstützt.

Bildquelle: United States Department of Justice via Wikimedia Commons (Public domain)

Ronny Winkler